Dienstag, 20. Juni 2006
Weiter geht's
So meine Lieben, wieder ein rein verbales Posting. Fotos folgen aber auf jeden Fall, wenn wir dann in Hong Kong sind (hoffentlich gute Internetvebindung im Hostel), vielleicht wieder eine eigene Fotostrecke auf jeden Fall Ergaenzung bereits bestehender Beitraege um Bildmaterial.

10.6.2006

Sind heute schon um 8:00 losgefahren nach Udaipur. Der Weg war landschaftlich sehr schoen, auch an zwei Affenfamilien inkl. suesser Affenbabies vorbeigefahren.

Udaipur und der See sind sehr huebsch, ein Ort an dem ganz klassische Urlaubsstimmung aufkommt. Zu mittag waren wir nobel direkt am See essen, hat uns zwar nur 20 Euro gekostet, ist aber fuer indische Verhaeltnisse sehr, sehr teuer.

Haben dann den Palast besichtigt, grausige Kriegsbilder (blutende abgeschlagene Koepfe, Leute, die mit dem Schert in zwei Teile geteilt werden - im Mittelarlter herrschte wohl weltweit eine ganz eigene Aestetik) aber toller Blick auf den See, huebsche Innenhoefe, und Glasfenster in leuchtenden Farben. Wieder Tumult als Horden von Indern, die zuerst noch vor sich hindoesende, Ina fotografierten. Caro, Nicole und ich amuesierten uns aus sicherer Entfernung.

All jene, die sich aufgrund's Inas und Caros uebertriebener Tierliebe Sorgen um die Fauna Indiens machen, kann ich beruhigen. Nicht nur Kamele bzw. Dromedare verfuegen, wie bereits berichtet, ueber natuerliche Instinkte, die sie vor all zu tierlieben Zeitgenossen schuetzen, auch Caros Affenliebe wurde unterbunden. Als Caro sich, wohl mit unlauteren Hintergedanken, einem unschuldigen Affen naeherte, erkannte dieser die Gefahr und schaffte es Caro mit Drohgebaerden (gefletschte Zaehne und eine Art Schattenboxen) zu vertreiben. Auch Caro kann, wie Ina, schwer mit Zurueckweisung umgehen, die Bilder ihres vormaligen Objekts der Begierte wurden gleich nach dem Vorfall von ihr geloescht. Will darueber aber nicht richten - vielleicht schmerzt sie der Anblick einfach zu sehr.

Nach Dusche und kurzer Rast im Hotel noch Session in einem Beauty Salon. Haben uns das volle Programm gegoennt inkl. einer Haarentfernung mit einem Zwirn - sehr exotich das ganze. By the way moechte ich erwaehnen, dass nur ich die Massage von der Kosmetikerin durchfuehren liess, die drei anderen, unfaehig eine Gelegenheit auszulassen, waren alle beim Mann der Kosmetikerin fuer eine Ganzkoerpermassage. Wer weiss, wie viele Stromausfaelle es, auch an diesem Nachmittag, in Indien gibt, kann sich den Rest der Geschichte wohl vorstellen...

Dann Dinner auf der Dachterasse unseres Hotels mit wunderschoenem Ausblick auf den See und die beleucheten Ufer.

11.6.2006

Heute lange (8 h) Fahrt nach Jaipur, der Hauptstadt von Rajastan. Wirkt urbaner als das, was wir bisher von Delhi gesehen haben - erkennbares Stadtzentrum, mehr grosse Geschaefte (sogar Einkaufszentren). Wieder ein schoenes Hotel mit Pool.

Abends im Kino "Fanaa" gesehen, momentan "der" Film in Indien (der neue Film mit Sharok "the King" Khan kommt erst naechstes Monat raus). Die Vorfuehrung war zwar schon ausverkauft, aber D.K., unser Fahrer, konnte uns noch Karten am Schwarzmarkt! besorgen. "Fanaa" ist anfangs eher lustig, wird dann sogar fuer Bollywood-Verhaeltnisse sehr, sehr dramatisch - er toetet mehr oder weniger aus Versehen ihren Vater, am Ende toetet sie ihn, um zu verhindern, dass er (ein pakistanischer Terrorist) Indien mit einer Atombombe, die dazugehoerige "Fernbedienung" traegt er immer mit sich herum, zerstoert.

Das Publikum ist sehr laut - viele kleine Kinder, Herumgerenne, Platzanweiser mit grossen Taschenlampen, Getratsche - das Ganze hat die Wohnzimmeratmosphere einer indischen Grossfamilie. Ein paar mal (v.a. anfangs) hat der ganze Saal gelacht oder geklatscht. Viele haben ihren Platz schon vor dem Abspann, waehrend der dramatischen Schlussszene - der von ihr erschossene Held stirbt in ihren Armen - verlassen. Die Inder sind da wohl eher dramatisch, war ja eh schon klar, dass er jetzt stirbt.

Dann noch am Pool Schnapsen gespielt. Im Hotel gibt es sogar Tonic, da dieses aber bacherlwarm ist und aus hygienetechnischen Gruenden nur ein Einswuerfel pro Getraenk zu verantworten ist, schmeckte der, diesmal echte, Gin Tonic wieder scheusslich.

Auf dem Weg in unser Hotelzimmer haben wir zwei bedauernswerte Angestellte aufgeweckt, die ihr Nachtlager auf dem Teppich eines Vorraumes aufschlagen mussten.

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