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Samstag, 24. Juni 2006
Schlimmster Esoteriker Indiens
cocofreak, 21:48h
In Indien ist man ja diesbezueglich auf einges gefasst, aber der Typ war echt schlimm. Hier der erste Teil, demnaechst gibt's dann die Fortsetzung ueber den Freak.
16.6.2006
Zug kam puenktlich um 4:30 an, wir wurden auch puenktlich abgeholt. Der tourist guide ist von der stark esoterischen Sorte, schon auf dem Weg zum Hotel sprach er von irgendwelchen Wellen und der ach so wichtigen Balance zwischen positiven und negativen Gedanken. War Gott sei Dank so muede, dass ich nicht alles mitbekommen habe.
Mittags waren wir dann mit ihm Essen, er hat uns nicht nur seine gesamte Lebensgeschichte erzahelt sondern uns auch gleich, wie es Esoteriker ja gerne tun, analysiert. Aus der Beochbachtung unserer Wellen und Energien hat er Folgendes geschlossen: Ina ist intelektuell aber nicht intelligent, Nicole muss aufpassen, dass sie aufgrund ihrer Emotionalitaet nicht verletzt wird, sonst wird ihr sehr weh getan werden, Caro ist schon etwas erfahrener und daher robuster, ich hingegen bin ein Genie und ganz toll ausbalanciert (war sie positiven und negativen Wellen, Gedanken, Energien etc. betrifft). Nicole fing an zu weinen, da ihr eine, ebenfalls indisch esoterisch angehauchte Lehrerin mal Aehnliches prognostiziert hat. Inzwischen kann sie darueber aber schon wieder lachen.
Abends waren wir unten im Restaurant Essen und Fussball Schauen. Wurden, ohne uns vorher zu fragen, von einem Fernsehsender gefilmt. Habe dann einem Kameramann gesagt, dass ich dass unhoeflich finde. Er meinte dann, dass er eh nur die Karte filme und hat dann tatsaechlich, als Beweis, eine Minute lang die 20 cm hohe Weltmeister-Pokal-foermige Speisekarte auf und ab gfilmt. Hi, hi! Der selbe hat dann versucht, uns heimlich vom anderen Ende des Raums aus zu filmen. Habe ihn direkt in die Kamera gesagt, dass er auf hoeren soll, uns zu filmen. Erst dann hatten sie's endlich verstanden.
Witzig war, dass die Leute auch in Indien so fussball-verrueckt sind, alle Kellner + zeitweise sogar der Koch haben das Spiel verfolgt, wobie Kricket natuerlich die populaerste Sportart Indiens bleibt.
16.6.2006
Zug kam puenktlich um 4:30 an, wir wurden auch puenktlich abgeholt. Der tourist guide ist von der stark esoterischen Sorte, schon auf dem Weg zum Hotel sprach er von irgendwelchen Wellen und der ach so wichtigen Balance zwischen positiven und negativen Gedanken. War Gott sei Dank so muede, dass ich nicht alles mitbekommen habe.
Mittags waren wir dann mit ihm Essen, er hat uns nicht nur seine gesamte Lebensgeschichte erzahelt sondern uns auch gleich, wie es Esoteriker ja gerne tun, analysiert. Aus der Beochbachtung unserer Wellen und Energien hat er Folgendes geschlossen: Ina ist intelektuell aber nicht intelligent, Nicole muss aufpassen, dass sie aufgrund ihrer Emotionalitaet nicht verletzt wird, sonst wird ihr sehr weh getan werden, Caro ist schon etwas erfahrener und daher robuster, ich hingegen bin ein Genie und ganz toll ausbalanciert (war sie positiven und negativen Wellen, Gedanken, Energien etc. betrifft). Nicole fing an zu weinen, da ihr eine, ebenfalls indisch esoterisch angehauchte Lehrerin mal Aehnliches prognostiziert hat. Inzwischen kann sie darueber aber schon wieder lachen.
Abends waren wir unten im Restaurant Essen und Fussball Schauen. Wurden, ohne uns vorher zu fragen, von einem Fernsehsender gefilmt. Habe dann einem Kameramann gesagt, dass ich dass unhoeflich finde. Er meinte dann, dass er eh nur die Karte filme und hat dann tatsaechlich, als Beweis, eine Minute lang die 20 cm hohe Weltmeister-Pokal-foermige Speisekarte auf und ab gfilmt. Hi, hi! Der selbe hat dann versucht, uns heimlich vom anderen Ende des Raums aus zu filmen. Habe ihn direkt in die Kamera gesagt, dass er auf hoeren soll, uns zu filmen. Erst dann hatten sie's endlich verstanden.
Witzig war, dass die Leute auch in Indien so fussball-verrueckt sind, alle Kellner + zeitweise sogar der Koch haben das Spiel verfolgt, wobie Kricket natuerlich die populaerste Sportart Indiens bleibt.
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neue Berichte
cocofreak, 21:18h
Da es in unserem riesigen Hostel - erstreckt sich ueber mehrere Haeuser - nur zwei Computer gibt, melde ich mich wieder aus einem Internet Cafe. Hier gibt es aber, im Gegensatz zu Indien, schnelle Computer. Bei diesem Internet Cafe handelt es sich eher um eine Art Spielhoelle - lauter Jugendliche, die mit lautstarker Untermalung Computerspiele spielen.
Jetzt aber weiter mit meinen "Rueckblenden" (immer noch aus Indien).
12.6.2006
Heute frueh das Amber Fort besichtigt. Sind mit Elefanten (die sind ja sooo suess) hinaufgeritten. Hatten einen weiblichen Guide, ist eine wahre Seltenheit, da es unter 1.200 Guides in Rajastan nur vier Frauen gibt. War nett mal einem Maedchen unsere typischen Fragen an den Guide zu stellen: Sie findet, dass arrangierte Ehen zwar oft aber nicht immer von Nachteil sind. Denkt, dass, sollte sie selbst keinen Ehemann finden, und ihren Vater bitten wuerde, ihr einen zu suchen, er eine gute Wahl treffen wuerde, da er fuer sie nur das Beste wolle. Auch dass die Frau nach der Ehe mit ihren Schwiegereltern zusammen lebt, findet sie nicht schlecht, da dies die Kosten der Haushaltsfuehrung erheblich senkt und die Schwiegermutter so auf die Kinder aufpassen kann, waehrend die Mutter arbeitet. Vor allem gut ausgebildete Frauen arbeiten auch nach der Hochzeit, um zum Familieneinkommen beizutragen.
Kurioseste Geschichte zum Fort: Es gab mal einen sehr fetten, mehr als 250 kg schweren Maharaja unter dem 9 Ehefrauen und 900 Konkubinnen starben. Da fragt man sich wirklich, warum er wohl so dagegen war, dass die Frau oben ist? Im Stadt Palast ist seine riesige Kleidung ausgestellt, er muss wirklich monstroes gewesen sein.
Dann waren wir noch shoppen, habe mir einen kleinen Silberanhaenger (Mondstein + irgendwelche rosa Steine) und ein pinkes Rohseide Top (sehr schoen, wie ich es mir schon seit einem dreiviertel Jahr vorstelle und gestern in "Fanaa" gesehen habe :-) ) gekauft.
Nachmittags haben wir dann am Hotelpool relaxt.
13.6.2006
Sind schon um 7:30 nach Rantambora gefahren. Mittags Ankunft in einer eher zweifelhaften Hotelanlage.
Am fruehen Nachmittag sind wir dann auf Safari gefahren. Haben eine Antiloppe (sieht hinten wie ein Pferd und vorne wie eine Kuh aus), suesse Affenfamilien, Pfaue (die Nationalvoegel Indiens) und Krokodille gesehen. Am meisten beeindruckt hat mich ein See, den viele Tiere als Wasserstelle nutzen und ganz allgemein die Landschaft. War etwa so, wie durch eine Universum Folge "durchzufahren". Tiger haben wir jedoch keine gesehen.
Leider wurde Nicole dann sehr schlecht, so dass wir die Safari abbrechen mussten. Schade v.a. fuer Nicole selbst, die sich am allermeisten auf die Safari gefreut hat.
Nicole hat sich dann hingelegt, wir anderen haben auf der Terasse vor dem Zimmer Karten gespielt, erst Schnapsen dann Uno. Ina hatte bei beiden Spielen derartig viel Glueck, dass wir - in Umkehrung des Sprichworts "Pech im Spiel, Glueck in der Liebe" - schon an Hannes Treue zweifelten.
Das Essen abends war weniger berauschend. Ina hat nachts "rattenartige" Geraeusche aus unserem Badezimmer gehoert. Gott sei Dank hat sie mich nicht geweckt. Nicole war abends schon auf dem Weg der Besserung - erfreute sich an dem Gedanken an einen Gugelhupf.
14.6.2006
Nicole konnte morgens schon wieder fruehstuecken, traeumte von oesterreichischem Essen und rauchte - ihr gehts's wieder gut.
Dann fast den ganzen Tag, bis kurz vor 18:00, nach Agra gefahren. Unser Hotel in Agra ist schoen und sauber - besonders wichtig nach der letzten Nacht.
15.6.2006
Heute um 6:00 losgefahren, um das Taj Mahal zu besichtigen. Es ist wirklich sehr schoen und "glaenzt" in verschiedenen Schattierungen, die Farben veraendern sich im Verlauf des Tages. Am allerschoensten ist das Taj sicherlich bei Vollmond.
Die Moslems duerften beim Verheiraten ihrer Kinder noch strenger sein als die Hindus: Unser moslemischer Guide hat seine Frau vor der Hochzeit nur auf Fotos gesehen und konnte seinem Vater daher nur anhand der Fotos sagen, ob er mit dessen Wahl einverstanden sei oder nicht.
Der Guide war total begeistert von Ina, sie sehe aus wie eine Bollywood Schauspielerin und koennte bestimmt in Bollywood Karriere machen. Sie sehe aus wie ein Model. Ja, wir anderen kamen uns schon richtig stoerend vor, bei dem jungen Glueck.
Er gab ihr den Spitznamen "Miss India", uns nannte er "Miss Brasil" (Nicole, wohl wegen ihres gelben T-shirts), "Miss Australia" (Caro, wegen ihres Hutes) und "Miss Mexican" (mich, naja zweifelhaftes Kompliment, wenn man um das Oberlippenbart-Problem der Mexikanerinnen weiss).
Spaeter Besichtigung einer Marmor Manufaktor mit anschliessendem Verkauf. Habe "aus Versehen" ein Set Untersetzer gekauft, nachdem ich es von 47 auf 20 Euro runtergehandelt hatte, "musste" ich es eigentlich kaufen. Hatte den unverschaemt niedrigen Preis (weniger als die Haelfte vom Originalpreis) eigentlich nur genannt, um das Verkaufsgespraech abzubrechen, die Untersetzer sind aber eh ganz suess.
Abends Abfahrt mit dem Zug nach Varanassi. Der erste Klasse Warteraum fuer Frauen war sehr einfach, die Toiletten aber waren wirklich eklig. Unser Abteil im Zug konnte man leider nicht absperren, so dass wir gezwungen waren, jeweils zu zweit Wachdienste zu schieben. Den groessten Teil haben Caro und ich uebernommen. Haben abwechselnd Schnapsen und Uno gespielt, um uns wachzuhalten. Da wir aufgrund der Uebermuedung und der daher mangelhaften Konzentration oft "einen ziemlichen Bloedsinn zusammen spielten", wurde unser ansonsten emotionsloses und lethargisches Kartenspiel oft von Lachanfaellen unterbrochen.
Jetzt aber weiter mit meinen "Rueckblenden" (immer noch aus Indien).
12.6.2006
Heute frueh das Amber Fort besichtigt. Sind mit Elefanten (die sind ja sooo suess) hinaufgeritten. Hatten einen weiblichen Guide, ist eine wahre Seltenheit, da es unter 1.200 Guides in Rajastan nur vier Frauen gibt. War nett mal einem Maedchen unsere typischen Fragen an den Guide zu stellen: Sie findet, dass arrangierte Ehen zwar oft aber nicht immer von Nachteil sind. Denkt, dass, sollte sie selbst keinen Ehemann finden, und ihren Vater bitten wuerde, ihr einen zu suchen, er eine gute Wahl treffen wuerde, da er fuer sie nur das Beste wolle. Auch dass die Frau nach der Ehe mit ihren Schwiegereltern zusammen lebt, findet sie nicht schlecht, da dies die Kosten der Haushaltsfuehrung erheblich senkt und die Schwiegermutter so auf die Kinder aufpassen kann, waehrend die Mutter arbeitet. Vor allem gut ausgebildete Frauen arbeiten auch nach der Hochzeit, um zum Familieneinkommen beizutragen.
Kurioseste Geschichte zum Fort: Es gab mal einen sehr fetten, mehr als 250 kg schweren Maharaja unter dem 9 Ehefrauen und 900 Konkubinnen starben. Da fragt man sich wirklich, warum er wohl so dagegen war, dass die Frau oben ist? Im Stadt Palast ist seine riesige Kleidung ausgestellt, er muss wirklich monstroes gewesen sein.
Dann waren wir noch shoppen, habe mir einen kleinen Silberanhaenger (Mondstein + irgendwelche rosa Steine) und ein pinkes Rohseide Top (sehr schoen, wie ich es mir schon seit einem dreiviertel Jahr vorstelle und gestern in "Fanaa" gesehen habe :-) ) gekauft.
Nachmittags haben wir dann am Hotelpool relaxt.
13.6.2006
Sind schon um 7:30 nach Rantambora gefahren. Mittags Ankunft in einer eher zweifelhaften Hotelanlage.
Am fruehen Nachmittag sind wir dann auf Safari gefahren. Haben eine Antiloppe (sieht hinten wie ein Pferd und vorne wie eine Kuh aus), suesse Affenfamilien, Pfaue (die Nationalvoegel Indiens) und Krokodille gesehen. Am meisten beeindruckt hat mich ein See, den viele Tiere als Wasserstelle nutzen und ganz allgemein die Landschaft. War etwa so, wie durch eine Universum Folge "durchzufahren". Tiger haben wir jedoch keine gesehen.
Leider wurde Nicole dann sehr schlecht, so dass wir die Safari abbrechen mussten. Schade v.a. fuer Nicole selbst, die sich am allermeisten auf die Safari gefreut hat.
Nicole hat sich dann hingelegt, wir anderen haben auf der Terasse vor dem Zimmer Karten gespielt, erst Schnapsen dann Uno. Ina hatte bei beiden Spielen derartig viel Glueck, dass wir - in Umkehrung des Sprichworts "Pech im Spiel, Glueck in der Liebe" - schon an Hannes Treue zweifelten.
Das Essen abends war weniger berauschend. Ina hat nachts "rattenartige" Geraeusche aus unserem Badezimmer gehoert. Gott sei Dank hat sie mich nicht geweckt. Nicole war abends schon auf dem Weg der Besserung - erfreute sich an dem Gedanken an einen Gugelhupf.
14.6.2006
Nicole konnte morgens schon wieder fruehstuecken, traeumte von oesterreichischem Essen und rauchte - ihr gehts's wieder gut.
Dann fast den ganzen Tag, bis kurz vor 18:00, nach Agra gefahren. Unser Hotel in Agra ist schoen und sauber - besonders wichtig nach der letzten Nacht.
15.6.2006
Heute um 6:00 losgefahren, um das Taj Mahal zu besichtigen. Es ist wirklich sehr schoen und "glaenzt" in verschiedenen Schattierungen, die Farben veraendern sich im Verlauf des Tages. Am allerschoensten ist das Taj sicherlich bei Vollmond.
Die Moslems duerften beim Verheiraten ihrer Kinder noch strenger sein als die Hindus: Unser moslemischer Guide hat seine Frau vor der Hochzeit nur auf Fotos gesehen und konnte seinem Vater daher nur anhand der Fotos sagen, ob er mit dessen Wahl einverstanden sei oder nicht.
Der Guide war total begeistert von Ina, sie sehe aus wie eine Bollywood Schauspielerin und koennte bestimmt in Bollywood Karriere machen. Sie sehe aus wie ein Model. Ja, wir anderen kamen uns schon richtig stoerend vor, bei dem jungen Glueck.
Er gab ihr den Spitznamen "Miss India", uns nannte er "Miss Brasil" (Nicole, wohl wegen ihres gelben T-shirts), "Miss Australia" (Caro, wegen ihres Hutes) und "Miss Mexican" (mich, naja zweifelhaftes Kompliment, wenn man um das Oberlippenbart-Problem der Mexikanerinnen weiss).
Spaeter Besichtigung einer Marmor Manufaktor mit anschliessendem Verkauf. Habe "aus Versehen" ein Set Untersetzer gekauft, nachdem ich es von 47 auf 20 Euro runtergehandelt hatte, "musste" ich es eigentlich kaufen. Hatte den unverschaemt niedrigen Preis (weniger als die Haelfte vom Originalpreis) eigentlich nur genannt, um das Verkaufsgespraech abzubrechen, die Untersetzer sind aber eh ganz suess.
Abends Abfahrt mit dem Zug nach Varanassi. Der erste Klasse Warteraum fuer Frauen war sehr einfach, die Toiletten aber waren wirklich eklig. Unser Abteil im Zug konnte man leider nicht absperren, so dass wir gezwungen waren, jeweils zu zweit Wachdienste zu schieben. Den groessten Teil haben Caro und ich uebernommen. Haben abwechselnd Schnapsen und Uno gespielt, um uns wachzuhalten. Da wir aufgrund der Uebermuedung und der daher mangelhaften Konzentration oft "einen ziemlichen Bloedsinn zusammen spielten", wurde unser ansonsten emotionsloses und lethargisches Kartenspiel oft von Lachanfaellen unterbrochen.
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