Samstag, 24. Juni 2006
neue Berichte
cocofreak, 21:18h
Da es in unserem riesigen Hostel - erstreckt sich ueber mehrere Haeuser - nur zwei Computer gibt, melde ich mich wieder aus einem Internet Cafe. Hier gibt es aber, im Gegensatz zu Indien, schnelle Computer. Bei diesem Internet Cafe handelt es sich eher um eine Art Spielhoelle - lauter Jugendliche, die mit lautstarker Untermalung Computerspiele spielen.
Jetzt aber weiter mit meinen "Rueckblenden" (immer noch aus Indien).
12.6.2006
Heute frueh das Amber Fort besichtigt. Sind mit Elefanten (die sind ja sooo suess) hinaufgeritten. Hatten einen weiblichen Guide, ist eine wahre Seltenheit, da es unter 1.200 Guides in Rajastan nur vier Frauen gibt. War nett mal einem Maedchen unsere typischen Fragen an den Guide zu stellen: Sie findet, dass arrangierte Ehen zwar oft aber nicht immer von Nachteil sind. Denkt, dass, sollte sie selbst keinen Ehemann finden, und ihren Vater bitten wuerde, ihr einen zu suchen, er eine gute Wahl treffen wuerde, da er fuer sie nur das Beste wolle. Auch dass die Frau nach der Ehe mit ihren Schwiegereltern zusammen lebt, findet sie nicht schlecht, da dies die Kosten der Haushaltsfuehrung erheblich senkt und die Schwiegermutter so auf die Kinder aufpassen kann, waehrend die Mutter arbeitet. Vor allem gut ausgebildete Frauen arbeiten auch nach der Hochzeit, um zum Familieneinkommen beizutragen.
Kurioseste Geschichte zum Fort: Es gab mal einen sehr fetten, mehr als 250 kg schweren Maharaja unter dem 9 Ehefrauen und 900 Konkubinnen starben. Da fragt man sich wirklich, warum er wohl so dagegen war, dass die Frau oben ist? Im Stadt Palast ist seine riesige Kleidung ausgestellt, er muss wirklich monstroes gewesen sein.
Dann waren wir noch shoppen, habe mir einen kleinen Silberanhaenger (Mondstein + irgendwelche rosa Steine) und ein pinkes Rohseide Top (sehr schoen, wie ich es mir schon seit einem dreiviertel Jahr vorstelle und gestern in "Fanaa" gesehen habe :-) ) gekauft.
Nachmittags haben wir dann am Hotelpool relaxt.
13.6.2006
Sind schon um 7:30 nach Rantambora gefahren. Mittags Ankunft in einer eher zweifelhaften Hotelanlage.
Am fruehen Nachmittag sind wir dann auf Safari gefahren. Haben eine Antiloppe (sieht hinten wie ein Pferd und vorne wie eine Kuh aus), suesse Affenfamilien, Pfaue (die Nationalvoegel Indiens) und Krokodille gesehen. Am meisten beeindruckt hat mich ein See, den viele Tiere als Wasserstelle nutzen und ganz allgemein die Landschaft. War etwa so, wie durch eine Universum Folge "durchzufahren". Tiger haben wir jedoch keine gesehen.
Leider wurde Nicole dann sehr schlecht, so dass wir die Safari abbrechen mussten. Schade v.a. fuer Nicole selbst, die sich am allermeisten auf die Safari gefreut hat.
Nicole hat sich dann hingelegt, wir anderen haben auf der Terasse vor dem Zimmer Karten gespielt, erst Schnapsen dann Uno. Ina hatte bei beiden Spielen derartig viel Glueck, dass wir - in Umkehrung des Sprichworts "Pech im Spiel, Glueck in der Liebe" - schon an Hannes Treue zweifelten.
Das Essen abends war weniger berauschend. Ina hat nachts "rattenartige" Geraeusche aus unserem Badezimmer gehoert. Gott sei Dank hat sie mich nicht geweckt. Nicole war abends schon auf dem Weg der Besserung - erfreute sich an dem Gedanken an einen Gugelhupf.
14.6.2006
Nicole konnte morgens schon wieder fruehstuecken, traeumte von oesterreichischem Essen und rauchte - ihr gehts's wieder gut.
Dann fast den ganzen Tag, bis kurz vor 18:00, nach Agra gefahren. Unser Hotel in Agra ist schoen und sauber - besonders wichtig nach der letzten Nacht.
15.6.2006
Heute um 6:00 losgefahren, um das Taj Mahal zu besichtigen. Es ist wirklich sehr schoen und "glaenzt" in verschiedenen Schattierungen, die Farben veraendern sich im Verlauf des Tages. Am allerschoensten ist das Taj sicherlich bei Vollmond.
Die Moslems duerften beim Verheiraten ihrer Kinder noch strenger sein als die Hindus: Unser moslemischer Guide hat seine Frau vor der Hochzeit nur auf Fotos gesehen und konnte seinem Vater daher nur anhand der Fotos sagen, ob er mit dessen Wahl einverstanden sei oder nicht.
Der Guide war total begeistert von Ina, sie sehe aus wie eine Bollywood Schauspielerin und koennte bestimmt in Bollywood Karriere machen. Sie sehe aus wie ein Model. Ja, wir anderen kamen uns schon richtig stoerend vor, bei dem jungen Glueck.
Er gab ihr den Spitznamen "Miss India", uns nannte er "Miss Brasil" (Nicole, wohl wegen ihres gelben T-shirts), "Miss Australia" (Caro, wegen ihres Hutes) und "Miss Mexican" (mich, naja zweifelhaftes Kompliment, wenn man um das Oberlippenbart-Problem der Mexikanerinnen weiss).
Spaeter Besichtigung einer Marmor Manufaktor mit anschliessendem Verkauf. Habe "aus Versehen" ein Set Untersetzer gekauft, nachdem ich es von 47 auf 20 Euro runtergehandelt hatte, "musste" ich es eigentlich kaufen. Hatte den unverschaemt niedrigen Preis (weniger als die Haelfte vom Originalpreis) eigentlich nur genannt, um das Verkaufsgespraech abzubrechen, die Untersetzer sind aber eh ganz suess.
Abends Abfahrt mit dem Zug nach Varanassi. Der erste Klasse Warteraum fuer Frauen war sehr einfach, die Toiletten aber waren wirklich eklig. Unser Abteil im Zug konnte man leider nicht absperren, so dass wir gezwungen waren, jeweils zu zweit Wachdienste zu schieben. Den groessten Teil haben Caro und ich uebernommen. Haben abwechselnd Schnapsen und Uno gespielt, um uns wachzuhalten. Da wir aufgrund der Uebermuedung und der daher mangelhaften Konzentration oft "einen ziemlichen Bloedsinn zusammen spielten", wurde unser ansonsten emotionsloses und lethargisches Kartenspiel oft von Lachanfaellen unterbrochen.
Jetzt aber weiter mit meinen "Rueckblenden" (immer noch aus Indien).
12.6.2006
Heute frueh das Amber Fort besichtigt. Sind mit Elefanten (die sind ja sooo suess) hinaufgeritten. Hatten einen weiblichen Guide, ist eine wahre Seltenheit, da es unter 1.200 Guides in Rajastan nur vier Frauen gibt. War nett mal einem Maedchen unsere typischen Fragen an den Guide zu stellen: Sie findet, dass arrangierte Ehen zwar oft aber nicht immer von Nachteil sind. Denkt, dass, sollte sie selbst keinen Ehemann finden, und ihren Vater bitten wuerde, ihr einen zu suchen, er eine gute Wahl treffen wuerde, da er fuer sie nur das Beste wolle. Auch dass die Frau nach der Ehe mit ihren Schwiegereltern zusammen lebt, findet sie nicht schlecht, da dies die Kosten der Haushaltsfuehrung erheblich senkt und die Schwiegermutter so auf die Kinder aufpassen kann, waehrend die Mutter arbeitet. Vor allem gut ausgebildete Frauen arbeiten auch nach der Hochzeit, um zum Familieneinkommen beizutragen.
Kurioseste Geschichte zum Fort: Es gab mal einen sehr fetten, mehr als 250 kg schweren Maharaja unter dem 9 Ehefrauen und 900 Konkubinnen starben. Da fragt man sich wirklich, warum er wohl so dagegen war, dass die Frau oben ist? Im Stadt Palast ist seine riesige Kleidung ausgestellt, er muss wirklich monstroes gewesen sein.
Dann waren wir noch shoppen, habe mir einen kleinen Silberanhaenger (Mondstein + irgendwelche rosa Steine) und ein pinkes Rohseide Top (sehr schoen, wie ich es mir schon seit einem dreiviertel Jahr vorstelle und gestern in "Fanaa" gesehen habe :-) ) gekauft.
Nachmittags haben wir dann am Hotelpool relaxt.
13.6.2006
Sind schon um 7:30 nach Rantambora gefahren. Mittags Ankunft in einer eher zweifelhaften Hotelanlage.
Am fruehen Nachmittag sind wir dann auf Safari gefahren. Haben eine Antiloppe (sieht hinten wie ein Pferd und vorne wie eine Kuh aus), suesse Affenfamilien, Pfaue (die Nationalvoegel Indiens) und Krokodille gesehen. Am meisten beeindruckt hat mich ein See, den viele Tiere als Wasserstelle nutzen und ganz allgemein die Landschaft. War etwa so, wie durch eine Universum Folge "durchzufahren". Tiger haben wir jedoch keine gesehen.
Leider wurde Nicole dann sehr schlecht, so dass wir die Safari abbrechen mussten. Schade v.a. fuer Nicole selbst, die sich am allermeisten auf die Safari gefreut hat.
Nicole hat sich dann hingelegt, wir anderen haben auf der Terasse vor dem Zimmer Karten gespielt, erst Schnapsen dann Uno. Ina hatte bei beiden Spielen derartig viel Glueck, dass wir - in Umkehrung des Sprichworts "Pech im Spiel, Glueck in der Liebe" - schon an Hannes Treue zweifelten.
Das Essen abends war weniger berauschend. Ina hat nachts "rattenartige" Geraeusche aus unserem Badezimmer gehoert. Gott sei Dank hat sie mich nicht geweckt. Nicole war abends schon auf dem Weg der Besserung - erfreute sich an dem Gedanken an einen Gugelhupf.
14.6.2006
Nicole konnte morgens schon wieder fruehstuecken, traeumte von oesterreichischem Essen und rauchte - ihr gehts's wieder gut.
Dann fast den ganzen Tag, bis kurz vor 18:00, nach Agra gefahren. Unser Hotel in Agra ist schoen und sauber - besonders wichtig nach der letzten Nacht.
15.6.2006
Heute um 6:00 losgefahren, um das Taj Mahal zu besichtigen. Es ist wirklich sehr schoen und "glaenzt" in verschiedenen Schattierungen, die Farben veraendern sich im Verlauf des Tages. Am allerschoensten ist das Taj sicherlich bei Vollmond.
Die Moslems duerften beim Verheiraten ihrer Kinder noch strenger sein als die Hindus: Unser moslemischer Guide hat seine Frau vor der Hochzeit nur auf Fotos gesehen und konnte seinem Vater daher nur anhand der Fotos sagen, ob er mit dessen Wahl einverstanden sei oder nicht.
Der Guide war total begeistert von Ina, sie sehe aus wie eine Bollywood Schauspielerin und koennte bestimmt in Bollywood Karriere machen. Sie sehe aus wie ein Model. Ja, wir anderen kamen uns schon richtig stoerend vor, bei dem jungen Glueck.
Er gab ihr den Spitznamen "Miss India", uns nannte er "Miss Brasil" (Nicole, wohl wegen ihres gelben T-shirts), "Miss Australia" (Caro, wegen ihres Hutes) und "Miss Mexican" (mich, naja zweifelhaftes Kompliment, wenn man um das Oberlippenbart-Problem der Mexikanerinnen weiss).
Spaeter Besichtigung einer Marmor Manufaktor mit anschliessendem Verkauf. Habe "aus Versehen" ein Set Untersetzer gekauft, nachdem ich es von 47 auf 20 Euro runtergehandelt hatte, "musste" ich es eigentlich kaufen. Hatte den unverschaemt niedrigen Preis (weniger als die Haelfte vom Originalpreis) eigentlich nur genannt, um das Verkaufsgespraech abzubrechen, die Untersetzer sind aber eh ganz suess.
Abends Abfahrt mit dem Zug nach Varanassi. Der erste Klasse Warteraum fuer Frauen war sehr einfach, die Toiletten aber waren wirklich eklig. Unser Abteil im Zug konnte man leider nicht absperren, so dass wir gezwungen waren, jeweils zu zweit Wachdienste zu schieben. Den groessten Teil haben Caro und ich uebernommen. Haben abwechselnd Schnapsen und Uno gespielt, um uns wachzuhalten. Da wir aufgrund der Uebermuedung und der daher mangelhaften Konzentration oft "einen ziemlichen Bloedsinn zusammen spielten", wurde unser ansonsten emotionsloses und lethargisches Kartenspiel oft von Lachanfaellen unterbrochen.
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