Donnerstag, 17. August 2006
immer noch BA
cocofreak, 10:33h
Es ist jetzt kurz vor 3 Uhr nachts Ortszeit, ich war vorher auf der sogenannten ¨Tango Experience¨ des Hostels, das heisst man wird zwei h lang in das Tango Tanzen eingefuehrt, geht dann Essen und anschliessend in ein Tango Lokal. Muss sagen war ganz nett, ist fuer uns Maedels eigentlich recht einfach, man laesst sich einfach nur vom Mann fuehren, wobei man schon sagen muss, wenn der Typ das nicht kann, wie die meisten der vielen Englaender hier im Hostel, ist das schon etwas muehsam (Jungs, wenn ihr eine Frau ¨fuehren¨ wollt, ist es schon hilfreich, wenn ihr wisst wohin). Ich kann also nur empfehlen, sich fuer derartige Aktivitaeten an einen Einheimischen, und es gibt schon auch ganz suesse Argentinier, zu wenden. Wie gesagt ist aber eigentlich nicht so schwer, das woran man bei Tango denkt, gibt es eigentlich nur in den sogenannten Tango Shows, die Normalsterblichen (also nicht nur wir Touris) schieben mehr so rum, na o.k. sie schieben relativ anmutig. Uebrigens waren ca. 50 % der Tanzenden gays, war frueher ein rein homosexuelles Lokal und ist jetzt offen fuer alle. Haette den Suedamerikanern gar nicht zugetraut, so offen damit umzugehen. Na, auf jeden Fall bin ich jetzt zurueck und einfach noch nicht muede genug, um zu schlafen.
Montags waren wir (Rachel und ich) am Friedhof in Recoletta. Sehr schoen, aehnliche Mausoleen wie am ¨Cimetière du Père Lachaise¨ in Paris, aber nicht ganz so ¨eng bebaut¨. Eine richtig kleine Totenstadt inkl. Strassenlaternen! Hier duerften die Leute auch etwas mehr Respekt vor den Toten haben, die meistne Grabanlagen wirken recht gepflegt und vor allem habe ich kein einziges aufgebrochenes ¨Haeuschen¨ entdeckt, in dem irgendwelche Grufties im Zuge diverser naechtlicher Aktivitaeten Muell inkl. Unterwaesche (in Paris mehr als einmal gesehen) hinterlassen haben.
Gestern haben Rachel und ich, ganz brave Touris, eine Stadtrundfahrt gemacht und abends waren wir mit einem Deutschen in einer Tangoshow. Die Tanzvorfuehrungen machten zwar nur einen relativ geringen Teil des Abends aus und waren auch nicht sonderlich spektakulaer, die live vorgetragenen Musik hat das aber mehr als ausgeglichen.
Heute habe ich eine ziemliche Odysse hinter mehr, Ziel meiner Bemuehungen war es Tickets fuer unsere Busfahrt von Rio nach Iguacu zu bekommen. Reservierung per Internet war
absolut unmoeglich. Ich bitte also an der Rezeption des Hostels fuer mich bei der im
Internet angegebenen Nummer (buchen Sie per Telefon ohne das Haus zu verlassen und zahlen sie bequem per Kreditkarte) anzurufen, da ich mir das mit meinen
Spanischkenntnissen nicht zutraute. Erste
Ueberraschung die Nummer gibt es nicht. Der
Rezeptionist fragt in dem dem Hostel angeschlossenen Reisebuero nach der richtigen Nummer.
Erster Anruf: er erklaert was ich brauche, und sagt mir schon, waehrend er auf ihre Antwort wartet, "sie ist nicht hoeflich"
und tatsaechlich nachdem sie ihn ca. 1 min warten laesst, legt sie einfach auf. Die haben hier teilweise ein ganz eigenes Verstaendnis von Kundenservice. Weiteres Bsp zum eigenwilligen Servicegedanken, wir sind heute abend vom Hostel aus in die Stadt gefahren, Taxler bekam vom Rezeptionisten eine Voucher als Bezahlung (Taxiunternehmen und Hostel haben wohl einen Vertrag), die der Taxler auch nicht beanstandet hat. Als wir aussteigen wollen, will er Geld von uns. Hat sich wohl gedacht, die dummen Touris kann er leicht besch..., aber nicht mit uns. Sind einfach ausgestiegen als er auf unsere Erwiderung er haette ja bereits die Voucher, den Zettel theatralisch zerknuellt hat und siehe da auf einmal war's o.k. und er ist weitergefahren und hat uns nicht weiter belaestigt.
Aber zurueck zu meiner Ticketreservierung. Zweiter Anruf: sie legt zwar nicht auf, meint aber, dass das nicht geht via Telefon (so viel zu "ohne das Haus zu verlassen").
Also sind Rachel und ich, sie musste Gott sei dank auch zum Bus Terminal dorthin gepilgert. Eher am Stadtrand, ein Stueckchen nach einer U-Bahn-Endstation. Pluma International befindet sich dann wiederum an
Ende des ziemlich grossen Terminals. Nach einer geraumen Wartezeit, vor uns war offenbar ein Reisebuero-Typ dran. Konnte ich endlich meine Reservierung machen, entgegen meinen Erwartungen haben meine Spanischkenntnisse ausgereicht - sie hat
lediglich dreimal nachgefragt, ob ich wirklich nur von Rio nach Iguacu moechte (ist wohl sehr ungewoehnlich eine Fahrt mit einem anderen Ausgangsbpunkt als BA zu
buchen). Bin auf jeden Fall stolz, diese Herausforderung doch noch gemeistert zu haben.
Morgen ist mein letzter solo Reisetag. Muss sagen, dass ich mich zwar auf die Maedels freue, das Reisen alleine aber schon intensiver ist, sprich wenn man sich nicht in seinem gewohnten sozialen Umfeld bewegt bzw. dieses ¨mit sich fuehrt¨ ist man schon offener, lernt mehr Leute kennen und geht, denke ich, auch auf das fremde Land offener zu. Klingt jetzt etwas pathetisch, ich weiss. Will damit sagen, dass es nicht nur ganz o.k. ist, alleine zu reisen, sondern es eine andere, intensivere Art zu reisen ist und ich mir das ¨nicht nur wieder mal vorstellen kann¨ sondern ich das auf jeden Fall wiederholen moechte.
So, und jetzt wuensche ich euch allen eine Gute Nacht.
Montags waren wir (Rachel und ich) am Friedhof in Recoletta. Sehr schoen, aehnliche Mausoleen wie am ¨Cimetière du Père Lachaise¨ in Paris, aber nicht ganz so ¨eng bebaut¨. Eine richtig kleine Totenstadt inkl. Strassenlaternen! Hier duerften die Leute auch etwas mehr Respekt vor den Toten haben, die meistne Grabanlagen wirken recht gepflegt und vor allem habe ich kein einziges aufgebrochenes ¨Haeuschen¨ entdeckt, in dem irgendwelche Grufties im Zuge diverser naechtlicher Aktivitaeten Muell inkl. Unterwaesche (in Paris mehr als einmal gesehen) hinterlassen haben.
Gestern haben Rachel und ich, ganz brave Touris, eine Stadtrundfahrt gemacht und abends waren wir mit einem Deutschen in einer Tangoshow. Die Tanzvorfuehrungen machten zwar nur einen relativ geringen Teil des Abends aus und waren auch nicht sonderlich spektakulaer, die live vorgetragenen Musik hat das aber mehr als ausgeglichen.
Heute habe ich eine ziemliche Odysse hinter mehr, Ziel meiner Bemuehungen war es Tickets fuer unsere Busfahrt von Rio nach Iguacu zu bekommen. Reservierung per Internet war
absolut unmoeglich. Ich bitte also an der Rezeption des Hostels fuer mich bei der im
Internet angegebenen Nummer (buchen Sie per Telefon ohne das Haus zu verlassen und zahlen sie bequem per Kreditkarte) anzurufen, da ich mir das mit meinen
Spanischkenntnissen nicht zutraute. Erste
Ueberraschung die Nummer gibt es nicht. Der
Rezeptionist fragt in dem dem Hostel angeschlossenen Reisebuero nach der richtigen Nummer.
Erster Anruf: er erklaert was ich brauche, und sagt mir schon, waehrend er auf ihre Antwort wartet, "sie ist nicht hoeflich"
und tatsaechlich nachdem sie ihn ca. 1 min warten laesst, legt sie einfach auf. Die haben hier teilweise ein ganz eigenes Verstaendnis von Kundenservice. Weiteres Bsp zum eigenwilligen Servicegedanken, wir sind heute abend vom Hostel aus in die Stadt gefahren, Taxler bekam vom Rezeptionisten eine Voucher als Bezahlung (Taxiunternehmen und Hostel haben wohl einen Vertrag), die der Taxler auch nicht beanstandet hat. Als wir aussteigen wollen, will er Geld von uns. Hat sich wohl gedacht, die dummen Touris kann er leicht besch..., aber nicht mit uns. Sind einfach ausgestiegen als er auf unsere Erwiderung er haette ja bereits die Voucher, den Zettel theatralisch zerknuellt hat und siehe da auf einmal war's o.k. und er ist weitergefahren und hat uns nicht weiter belaestigt.
Aber zurueck zu meiner Ticketreservierung. Zweiter Anruf: sie legt zwar nicht auf, meint aber, dass das nicht geht via Telefon (so viel zu "ohne das Haus zu verlassen").
Also sind Rachel und ich, sie musste Gott sei dank auch zum Bus Terminal dorthin gepilgert. Eher am Stadtrand, ein Stueckchen nach einer U-Bahn-Endstation. Pluma International befindet sich dann wiederum an
Ende des ziemlich grossen Terminals. Nach einer geraumen Wartezeit, vor uns war offenbar ein Reisebuero-Typ dran. Konnte ich endlich meine Reservierung machen, entgegen meinen Erwartungen haben meine Spanischkenntnisse ausgereicht - sie hat
lediglich dreimal nachgefragt, ob ich wirklich nur von Rio nach Iguacu moechte (ist wohl sehr ungewoehnlich eine Fahrt mit einem anderen Ausgangsbpunkt als BA zu
buchen). Bin auf jeden Fall stolz, diese Herausforderung doch noch gemeistert zu haben.
Morgen ist mein letzter solo Reisetag. Muss sagen, dass ich mich zwar auf die Maedels freue, das Reisen alleine aber schon intensiver ist, sprich wenn man sich nicht in seinem gewohnten sozialen Umfeld bewegt bzw. dieses ¨mit sich fuehrt¨ ist man schon offener, lernt mehr Leute kennen und geht, denke ich, auch auf das fremde Land offener zu. Klingt jetzt etwas pathetisch, ich weiss. Will damit sagen, dass es nicht nur ganz o.k. ist, alleine zu reisen, sondern es eine andere, intensivere Art zu reisen ist und ich mir das ¨nicht nur wieder mal vorstellen kann¨ sondern ich das auf jeden Fall wiederholen moechte.
So, und jetzt wuensche ich euch allen eine Gute Nacht.
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