... newer stories
Sonntag, 30. Juli 2006
wieder mal ein Lebenszeichen
cocofreak, 08:06h
War gestern doch nicht mit den Maedels unterwegs (kann daher auch keine Insidertips verraten) sondern mit einem Brasilianer und einem Amerikaner - waren einfach nur in der Naehe was trinken. Heute war ich mit den Jungs auch in Vina del Mar.
Wollte noch Fotos raufstellen, aber nachdem das zweimal hintereinander nicht funktioniert hat, gebe ich's auf. Hole ich vielleicht spaeter mal nach.
Wollte noch Fotos raufstellen, aber nachdem das zweimal hintereinander nicht funktioniert hat, gebe ich's auf. Hole ich vielleicht spaeter mal nach.
... link (2 Kommentare) ... comment
Samstag, 29. Juli 2006
Santiago II
cocofreak, 02:59h
Und wieder kann ich alle beruhigen, bin immer noch am Leben. Heute bin ich allerdings schwach geworden und konnte dem Winterschlussverkauf nicht mehr entsagen, habe mir flache Lederstiefel (haette ich mir sonst ohnehin teurer in Wien gekauft) zugelegt. Vorher habe ich den Palacio Cousino besichtigt, die Residenz einer Familie, die ihren Reichtum mit Silber- und Goldminen, Weinguetern und einer Reederei begruendet hat. Waren entsprechend wohlhabend und das Haus sieht dementsprechend aus. War recht interessant, kann ich Ina, Caro und Nicole auch empfehlen.
Auch das Museo Chileno de Arte Precolombino war ganz gut, das entsprechende Museum in Mexico City war jedoch schon deutlich umfangreicher.
Was die von mir anvisierten Tagestouren angeht, ist gar nicht so einfach, da in dieser an Touristen armen Zeit viele Trips aufgrund mangelnder Interessenten nicht durchgefuehrt werden. Am Sonntag duerfte es dann aber doch klappen. Bleibe daher noch bis Montag in Santiago und dann fahre ich weiter nach Valparaiso.
Heute abend werde ich mit ein paar Leuten aus dem Hostel das Santiagoer Nachtleben erkunden. Da die wenigsten "echte" Touristen sind, sondern im Hostel arbeiten oder hier ein Jahr studieren und noch auf der Suche nach einer Wohnung sind - sich die meisten also schon laenger hier aufhalten, kann ich hoffen, nicht im "Bermuda Dreieck" Santiagos zu landen, sondern richtig fortzugehen. Auch einen richtigen Cocktail haette ich gerne, wir haben hier ja leider keine Cocktailbar, sondern muessen uns mit aus Cachaca und Rum bzw Tai (eine Art chilenisches Sprite) Gemixtem begnuegen.
Auch das Museo Chileno de Arte Precolombino war ganz gut, das entsprechende Museum in Mexico City war jedoch schon deutlich umfangreicher.
Was die von mir anvisierten Tagestouren angeht, ist gar nicht so einfach, da in dieser an Touristen armen Zeit viele Trips aufgrund mangelnder Interessenten nicht durchgefuehrt werden. Am Sonntag duerfte es dann aber doch klappen. Bleibe daher noch bis Montag in Santiago und dann fahre ich weiter nach Valparaiso.
Heute abend werde ich mit ein paar Leuten aus dem Hostel das Santiagoer Nachtleben erkunden. Da die wenigsten "echte" Touristen sind, sondern im Hostel arbeiten oder hier ein Jahr studieren und noch auf der Suche nach einer Wohnung sind - sich die meisten also schon laenger hier aufhalten, kann ich hoffen, nicht im "Bermuda Dreieck" Santiagos zu landen, sondern richtig fortzugehen. Auch einen richtigen Cocktail haette ich gerne, wir haben hier ja leider keine Cocktailbar, sondern muessen uns mit aus Cachaca und Rum bzw Tai (eine Art chilenisches Sprite) Gemixtem begnuegen.
... link (0 Kommentare) ... comment
Freitag, 28. Juli 2006
Santiago
cocofreak, 06:47h
Ja, auch mir geht's gut. Wie bei den anderen in Peru ist es auch hier in Chile a...kalt. Soweit mir eine Panfloetenspieler-Muetze aufzusetzen gehe ich jedoch nicht (ein gewisses Stilempfinden muss man sich doch bewahren). Dafuer werde ich auch nicht wie "Touri-Japaner mit Steiererhueten" (Zitat Ina zur Selbstbeschreibung von ihr, Caro und Nicole) ausgelacht, sondern werde, mit der Eleganz und dem Aussehen einer suedamerikanischen Schoenheit ausgestattet selbstverstaendlich nicht als Touristen erkennbar, nach dem Weg gefragt. - Hoffentlich blamieren mich die anderen Maedels nicht, wenn wir dann gemeinsam in Santiago sind. :-)
Da heute, im Gegensatz zu den vorangegangenen Tagen, die Sonne schien, habe ich sogar meinen Jeansrock aus Kalofornien getragen (gut mit einer Wollstrumpfhose darunter, die das Outfit aehnlich warm wie eine Jeanshose macht).
Auch ich war heute bei der Post. Eine Exkursion, da im Lonelyplanet nur die von meinem Hostel weiter entfernten Postfilialen ausgezaehlt waren, und nicht die kaum einen km entfernte (die ich nach meiner Expedition zufaellig entdeckte). Ich also in einen Bus der die Strasse entlang fuhr, an deren Ende die Post sein sollte, keine Ahnung ob der Bus der Richtige ist - Busfahrer gefragt, ob er an dieser Hausnummer vorbeikommt (man stelle sich mal vor diese Frage wuerde einem Wiener Busfahrer gestellt werden), in Chile aber kein Problem. Muss dann auch noch mit einem 10.000 zahlen, da ich meine Brieftasche im Hostel vergessen hatte und daher auf "das grosse Geld" in meiner Bauchtasche zurueckgreifen musste. Busfahrer bleibt trotzdem zwischen zwei Stationen direkt bei der Post stehen.
So weit so gut, doch in der Post wird mir erst gesagt, dass sie keine Pakete haben. Das Groesste, was sie mir anbieten konnte, war eine 20 cm lange und jeweils 5 cm breite und hohe Box. Reicht also nicht mal annaehernd, frage mich generell, wass man in dieser Minischachtel verschickt... Nach meiner verweifelten Frage, wo ich den eine Schachtel bekommen koennte, meinte sie erst, dass sie das nicht weiss, bat dann aber doch einen Kollegen um Hilfe. Dieser hat dann tatsaechlich eine Schachtel in der passenden Groesse gebastelt (aus einer zu grossen Schachtel, die er aus irgendeinem Hinterzimmer holte, eine passende gemacht).
Dann die Ueberraschung die chilenische Post bietet nur Luftpost an (habe meinen Spanisch-Sprachfuehrer ganz umsonst das erste Mal eingesetzt - es gibt keine correo maritimo). Daher kostet mich der Spass auch fast 50 Euro. War zu erst schon verwundert, aber jetzt, da ich weiss, was die anderen (Ina, Nicole und Caro) bezahlt haben, habe ich ja fast ein Schnaeppchen gemacht.
In meinem Hostel gibt es leider keine Cocktail Bar, wobei mir ein Gluehweinstand eigentlich lieber waere. Habe mich bis jetzt, was das Kontakte Knuepfen anbelangt, bewusst zurueck gehalten, da ich es ehrlich gesagt, schon geniesse ein bisschen Zeit fuer mich alleine zu haben, nachdem ich in den beiden letzten Monaten ja staendig in Begleitung (wenn auch sehr netter) war. Die Leute sind aber durchaus nett und ich plaudere abends auch gerne, mache meine Tagesaktivitaeten aber (noch) lieber alleine.
Da es hier so kalt ist, werde ich meine Naturerlebnis-Aktivitaeten auf zwei Tagestrips einschraenken (keine Sorge organisierte Touren, so einsiedlerisch, dass ich im Winter alleine in die Berge laufe, bin ich auch wieder nicht). Werde dann noch nach Valparaiso und Umgebung fahren. Und dann, wahrscheinlich Ende naechster Woche, breche ich auf nach Argentinien.
Infos ueber Santiago, fuer alle, die's interessiert v.a. natuerlich Ina, Nicole und Caro, die ja auch bald hier sein werden:
Habe noch nie (auch nicht in Italien) so viele Schuhgeschaefte gesehen. Ina, fuerchte aber, dass sie keine in deiner Groesse haben.
Nicole und Caro: hier gibt es nicht so viele Starbucks wie sonst ueberall, damit ihr auch hier ueber die Runden kommt, der einzige, den ich bisher gesehen habe, ist in der Agustinas (relativ nahe an dem Ende der Strasse, dass sich beim Cerro Santa Lucia befindet).
Trinkbaren Cafe gibt es aber auch in der sehr weit verbreiteten Stehcafe Kette Cafe Havanna, sehenswert schon allein wegen der, wirklich vollkommen unabhaengig von ihrer Koerperfuelle, in Minikleider gesteckten Kellnerinnen.
Uebrigens jetzt ist hier gerade Winterschlussverkauf, ob dass in drei Wochen auch noch so sein wird, kann ich aber natuerlich nicht sagen...
Da heute, im Gegensatz zu den vorangegangenen Tagen, die Sonne schien, habe ich sogar meinen Jeansrock aus Kalofornien getragen (gut mit einer Wollstrumpfhose darunter, die das Outfit aehnlich warm wie eine Jeanshose macht).
Auch ich war heute bei der Post. Eine Exkursion, da im Lonelyplanet nur die von meinem Hostel weiter entfernten Postfilialen ausgezaehlt waren, und nicht die kaum einen km entfernte (die ich nach meiner Expedition zufaellig entdeckte). Ich also in einen Bus der die Strasse entlang fuhr, an deren Ende die Post sein sollte, keine Ahnung ob der Bus der Richtige ist - Busfahrer gefragt, ob er an dieser Hausnummer vorbeikommt (man stelle sich mal vor diese Frage wuerde einem Wiener Busfahrer gestellt werden), in Chile aber kein Problem. Muss dann auch noch mit einem 10.000 zahlen, da ich meine Brieftasche im Hostel vergessen hatte und daher auf "das grosse Geld" in meiner Bauchtasche zurueckgreifen musste. Busfahrer bleibt trotzdem zwischen zwei Stationen direkt bei der Post stehen.
So weit so gut, doch in der Post wird mir erst gesagt, dass sie keine Pakete haben. Das Groesste, was sie mir anbieten konnte, war eine 20 cm lange und jeweils 5 cm breite und hohe Box. Reicht also nicht mal annaehernd, frage mich generell, wass man in dieser Minischachtel verschickt... Nach meiner verweifelten Frage, wo ich den eine Schachtel bekommen koennte, meinte sie erst, dass sie das nicht weiss, bat dann aber doch einen Kollegen um Hilfe. Dieser hat dann tatsaechlich eine Schachtel in der passenden Groesse gebastelt (aus einer zu grossen Schachtel, die er aus irgendeinem Hinterzimmer holte, eine passende gemacht).
Dann die Ueberraschung die chilenische Post bietet nur Luftpost an (habe meinen Spanisch-Sprachfuehrer ganz umsonst das erste Mal eingesetzt - es gibt keine correo maritimo). Daher kostet mich der Spass auch fast 50 Euro. War zu erst schon verwundert, aber jetzt, da ich weiss, was die anderen (Ina, Nicole und Caro) bezahlt haben, habe ich ja fast ein Schnaeppchen gemacht.
In meinem Hostel gibt es leider keine Cocktail Bar, wobei mir ein Gluehweinstand eigentlich lieber waere. Habe mich bis jetzt, was das Kontakte Knuepfen anbelangt, bewusst zurueck gehalten, da ich es ehrlich gesagt, schon geniesse ein bisschen Zeit fuer mich alleine zu haben, nachdem ich in den beiden letzten Monaten ja staendig in Begleitung (wenn auch sehr netter) war. Die Leute sind aber durchaus nett und ich plaudere abends auch gerne, mache meine Tagesaktivitaeten aber (noch) lieber alleine.
Da es hier so kalt ist, werde ich meine Naturerlebnis-Aktivitaeten auf zwei Tagestrips einschraenken (keine Sorge organisierte Touren, so einsiedlerisch, dass ich im Winter alleine in die Berge laufe, bin ich auch wieder nicht). Werde dann noch nach Valparaiso und Umgebung fahren. Und dann, wahrscheinlich Ende naechster Woche, breche ich auf nach Argentinien.
Infos ueber Santiago, fuer alle, die's interessiert v.a. natuerlich Ina, Nicole und Caro, die ja auch bald hier sein werden:
Habe noch nie (auch nicht in Italien) so viele Schuhgeschaefte gesehen. Ina, fuerchte aber, dass sie keine in deiner Groesse haben.
Nicole und Caro: hier gibt es nicht so viele Starbucks wie sonst ueberall, damit ihr auch hier ueber die Runden kommt, der einzige, den ich bisher gesehen habe, ist in der Agustinas (relativ nahe an dem Ende der Strasse, dass sich beim Cerro Santa Lucia befindet).
Trinkbaren Cafe gibt es aber auch in der sehr weit verbreiteten Stehcafe Kette Cafe Havanna, sehenswert schon allein wegen der, wirklich vollkommen unabhaengig von ihrer Koerperfuelle, in Minikleider gesteckten Kellnerinnen.
Uebrigens jetzt ist hier gerade Winterschlussverkauf, ob dass in drei Wochen auch noch so sein wird, kann ich aber natuerlich nicht sagen...
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 26. Juli 2006
wieder mal Fotos
cocofreak, 08:59h
Habe jetzt fast alle Indien Fotos geloescht und die neuen Fotos stark verkleinert, um wieder mit Bildmaterial dienen zu koennen.
Kyoto, Japan
Die beiden naechsten Fotos zeigen den Kyomizudera Tempel in Kyoto, im fotografierten Teil des Tempels bitten die Japaner um ihr Liebesglueck.


U.S.A.
Weg von L.A. nach San Francisco:

Solveng (daenisch-amerikanisches Wein-Kaff)

Die naechsten beiden Fotos zeigen Hearst Castle.


San Francisco:
Haight Ashbury

China Town


Kyoto, Japan
Die beiden naechsten Fotos zeigen den Kyomizudera Tempel in Kyoto, im fotografierten Teil des Tempels bitten die Japaner um ihr Liebesglueck.


U.S.A.
Weg von L.A. nach San Francisco:

Solveng (daenisch-amerikanisches Wein-Kaff)

Die naechsten beiden Fotos zeigen Hearst Castle.


San Francisco:
Haight Ashbury

China Town


... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 25. Juli 2006
erste Entwarnung
cocofreak, 16:12h
Fuer all die jenigen, die sich Sorgen machen, da ich jetzt die naechsten drei Wochen alleine in Chile und Argentinien unterwegs sein werde: bin schon mal gut angekommen. Das Hostel ist sehr suess (richtig lieb lateinamerikanisch mit bunt bemalten Waenden etc.) Und jetzt um die Uhrzeit (halb acht Uhr morgens) alle Computer frei, einziger Wehrmutstropfen wie in Japan sind ausgefallenere Zeichen, dazu gehoert schon der Doppelpunkt, nicht da wo sie auf der Tastatur angezeigt sind, sondern irgendwo darueber, darunter oder ganz woanders.
Habe die Anreise ganz gut ueberstanden, bin gestern nachdem ich erst um 1:00 schlafen gegangen bin, schon um 2:15 wieder aufgestanden, da die anderen schon um 5:00 (und in L.A. hat man sehr lange Anfahrtszeiten) am Flughafen sein mussten. Mein Flug ging erst um 14:00, hab mich aber (ohne beim Duty Free zuzuschlagen!!!) aber ganz gut gehalten. Nur um 9 kurz vorm Einchecken musste ich eine zeitlang wirklich beissen, hatte die ganze Zeit so Sekundenschlaf-Anfaelle - aehnlich wie wenn man total uebermuedet mit dem Nachtbus heimfaehrt und man im Sekundentakt einschlaeft und dann erschrocken wieder hochfaehrt. Wurde aber weder ausgeraubt noch hatte ich mit anderen Schwierigkeiten zu kaempfen. Dann ging es aber wieder besser - dank starkem Cafe und da ich nicht mehr staendig auf meinen riesigen Rucksack aufpassen musste (hatte - da alle zwei min durchgesagt wurde, dass einzeln hermustehende Gepaeckstuecke und auffaelliges Verhalten gemeldet werden muss - schon Angst meine Tasche im Vorraum stehen zu lassen, waehrend ich auf die Toilette ging - wer weiss, wie schnell die Terror-hysterischen Amis meine Shopping-Trophaeen in die Luft gejagt haetten).
Mein Spanisch, muss ich jedoch sagen, war schon mal besser (und berauschend war es nie). Erschwerend kommt hinzu, dass mich hier und am Flugzeug alle fuer eine Einheimische halten (die Stewardess wollte mir zuerst nicht das Immigrations-Formular geben, da sie dachte, dass ich Chilenin sei - liegt wohl an meiner knackigen Braeune) und sie daher doch recht schnell auf mich einreden, erste meine Antwort oder das Fehlen dieser laesst sie ein Touristen-freundliches Sprechtempo finden.
Schlage mich aber trotzdem irgendwie durch und habe es auch geschafft am Weg zum Hostel mit dem Fahrer Small Talk zu fuehren (es reicht also noch fuer mehr als fuer's blosse Ueberleben). War dann noch ganz lustig, er hat sich als Falco Fan geoutet (Falco wird auch in Chile immer noch im Radio gespielt) und mir dann seine Lieblings-Falcolieder vorgesungen.
Gehe jetzt, obwohl ich anders als sonst auch im Flugzeug geschlafen habe, nochmal schlafen. Wenn ich jetzt munter bliebe, haette ich ja auch gleich die Zeitumstellung gemeistert, mit so "streberhaftem Verhalten" fang ich gar nicht erst an.
P.S.: Habe gerade bemerkt, dass sie hier auch andere short cuts haben (leiten sich nicht vom Englischen sondern vom Spanischen ab) mit STr + a wird hier nicht alles markiert sondern eine neue Seite geoeffnet (oeffnen = abrir). Also Ina extra aufpassen, damit du nicht versehentlich das Fenster mit deinem Block-Beitrag schliesst. :-)
P.P.S.: So ausfuehrlich wie jetzt werden wahrscheinlich nicht alle meine zukuenftigen Schilderungen ausfallen, aber damit sich niemand Sorgen macht und da sonst auch niemand aus Chile und Argentinien berichten kann, werde ich meinen Blogg jetzt wieder brav fuehren.
Habe die Anreise ganz gut ueberstanden, bin gestern nachdem ich erst um 1:00 schlafen gegangen bin, schon um 2:15 wieder aufgestanden, da die anderen schon um 5:00 (und in L.A. hat man sehr lange Anfahrtszeiten) am Flughafen sein mussten. Mein Flug ging erst um 14:00, hab mich aber (ohne beim Duty Free zuzuschlagen!!!) aber ganz gut gehalten. Nur um 9 kurz vorm Einchecken musste ich eine zeitlang wirklich beissen, hatte die ganze Zeit so Sekundenschlaf-Anfaelle - aehnlich wie wenn man total uebermuedet mit dem Nachtbus heimfaehrt und man im Sekundentakt einschlaeft und dann erschrocken wieder hochfaehrt. Wurde aber weder ausgeraubt noch hatte ich mit anderen Schwierigkeiten zu kaempfen. Dann ging es aber wieder besser - dank starkem Cafe und da ich nicht mehr staendig auf meinen riesigen Rucksack aufpassen musste (hatte - da alle zwei min durchgesagt wurde, dass einzeln hermustehende Gepaeckstuecke und auffaelliges Verhalten gemeldet werden muss - schon Angst meine Tasche im Vorraum stehen zu lassen, waehrend ich auf die Toilette ging - wer weiss, wie schnell die Terror-hysterischen Amis meine Shopping-Trophaeen in die Luft gejagt haetten).
Mein Spanisch, muss ich jedoch sagen, war schon mal besser (und berauschend war es nie). Erschwerend kommt hinzu, dass mich hier und am Flugzeug alle fuer eine Einheimische halten (die Stewardess wollte mir zuerst nicht das Immigrations-Formular geben, da sie dachte, dass ich Chilenin sei - liegt wohl an meiner knackigen Braeune) und sie daher doch recht schnell auf mich einreden, erste meine Antwort oder das Fehlen dieser laesst sie ein Touristen-freundliches Sprechtempo finden.
Schlage mich aber trotzdem irgendwie durch und habe es auch geschafft am Weg zum Hostel mit dem Fahrer Small Talk zu fuehren (es reicht also noch fuer mehr als fuer's blosse Ueberleben). War dann noch ganz lustig, er hat sich als Falco Fan geoutet (Falco wird auch in Chile immer noch im Radio gespielt) und mir dann seine Lieblings-Falcolieder vorgesungen.
Gehe jetzt, obwohl ich anders als sonst auch im Flugzeug geschlafen habe, nochmal schlafen. Wenn ich jetzt munter bliebe, haette ich ja auch gleich die Zeitumstellung gemeistert, mit so "streberhaftem Verhalten" fang ich gar nicht erst an.
P.S.: Habe gerade bemerkt, dass sie hier auch andere short cuts haben (leiten sich nicht vom Englischen sondern vom Spanischen ab) mit STr + a wird hier nicht alles markiert sondern eine neue Seite geoeffnet (oeffnen = abrir). Also Ina extra aufpassen, damit du nicht versehentlich das Fenster mit deinem Block-Beitrag schliesst. :-)
P.P.S.: So ausfuehrlich wie jetzt werden wahrscheinlich nicht alle meine zukuenftigen Schilderungen ausfallen, aber damit sich niemand Sorgen macht und da sonst auch niemand aus Chile und Argentinien berichten kann, werde ich meinen Blogg jetzt wieder brav fuehren.
... link (3 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 6. Juli 2006
Fraeulein Rotmaier
cocofreak, 16:45h
Wie ihr ja schon von Caros und Inas Blogs wissen, leben wir hier in Kyoto in einer Art Maedchenpensionat (die strenge Hand der Hostelleiterin gibt uns zumindest das Gefuehl), seit den in Inas Blog veroeffentlichten Verfehlungen haben wir leider weitere Missetaten begangen: im roten Mistkuebel im ersten Stock wurde eine Apfelsaftflasche gefunden und nach dem Duschen wurde der Duschvorhang nicht aufgezogen. Man muss sich das so vorstellen, wir kommen in's Hostel und werden im Flur von der aufgeregt unsere Fehler aufzaehlenden Gastgeberin empfangen. Nicole und Caro duerfen nicht einmal draussen vor der Haustuere rauchen ("die Leute in dieser Gegend wollen das nicht") sondern muessen in einen nahe gelegenen Park, ausser die Aufseherin schlaeft, dann wird heimlich aus dem Fenster geraucht. So arg sind wir...
Um auch optisch zu illustrieren wie verschroben sie ist, habe ich Fotos von ihrer "liebevoll dekorierten" Toilette gemacht. Vor lauter Begeisterung habe ich vergessen die Tuere abzuschliessen und als Fr. Rotmaier dann kontrollierte, ob nicht vielleicht jemand vergessen hatte, das Licht abzudrehen, hat sie mich mit der Kamera in der Hand am WC "erwischt" - sie haelt mich jetzt sicherlich fuer eine Perverse. :-)
Leider ist mein Blog momentan "voll", so dass ich gerade nur eines der Bilder online stellen kann.
Um auch optisch zu illustrieren wie verschroben sie ist, habe ich Fotos von ihrer "liebevoll dekorierten" Toilette gemacht. Vor lauter Begeisterung habe ich vergessen die Tuere abzuschliessen und als Fr. Rotmaier dann kontrollierte, ob nicht vielleicht jemand vergessen hatte, das Licht abzudrehen, hat sie mich mit der Kamera in der Hand am WC "erwischt" - sie haelt mich jetzt sicherlich fuer eine Perverse. :-)
Leider ist mein Blog momentan "voll", so dass ich gerade nur eines der Bilder online stellen kann.
... link (0 Kommentare) ... comment
Montag, 3. Juli 2006
Fotos
cocofreak, 21:50h
Als Entschaedigung fuer meine Schreibfaulheit ein paar Bilder:
Varanasi:
Sharukh "the King" Khan als Werbebotschafter:
Hong Kong:




Tokio:






Varanasi:
Sharukh "the King" Khan als Werbebotschafter:
Hong Kong:




Tokio:






... link (0 Kommentare) ... comment
Samstag, 24. Juni 2006
Schlimmster Esoteriker Indiens
cocofreak, 21:48h
In Indien ist man ja diesbezueglich auf einges gefasst, aber der Typ war echt schlimm. Hier der erste Teil, demnaechst gibt's dann die Fortsetzung ueber den Freak.
16.6.2006
Zug kam puenktlich um 4:30 an, wir wurden auch puenktlich abgeholt. Der tourist guide ist von der stark esoterischen Sorte, schon auf dem Weg zum Hotel sprach er von irgendwelchen Wellen und der ach so wichtigen Balance zwischen positiven und negativen Gedanken. War Gott sei Dank so muede, dass ich nicht alles mitbekommen habe.
Mittags waren wir dann mit ihm Essen, er hat uns nicht nur seine gesamte Lebensgeschichte erzahelt sondern uns auch gleich, wie es Esoteriker ja gerne tun, analysiert. Aus der Beochbachtung unserer Wellen und Energien hat er Folgendes geschlossen: Ina ist intelektuell aber nicht intelligent, Nicole muss aufpassen, dass sie aufgrund ihrer Emotionalitaet nicht verletzt wird, sonst wird ihr sehr weh getan werden, Caro ist schon etwas erfahrener und daher robuster, ich hingegen bin ein Genie und ganz toll ausbalanciert (war sie positiven und negativen Wellen, Gedanken, Energien etc. betrifft). Nicole fing an zu weinen, da ihr eine, ebenfalls indisch esoterisch angehauchte Lehrerin mal Aehnliches prognostiziert hat. Inzwischen kann sie darueber aber schon wieder lachen.
Abends waren wir unten im Restaurant Essen und Fussball Schauen. Wurden, ohne uns vorher zu fragen, von einem Fernsehsender gefilmt. Habe dann einem Kameramann gesagt, dass ich dass unhoeflich finde. Er meinte dann, dass er eh nur die Karte filme und hat dann tatsaechlich, als Beweis, eine Minute lang die 20 cm hohe Weltmeister-Pokal-foermige Speisekarte auf und ab gfilmt. Hi, hi! Der selbe hat dann versucht, uns heimlich vom anderen Ende des Raums aus zu filmen. Habe ihn direkt in die Kamera gesagt, dass er auf hoeren soll, uns zu filmen. Erst dann hatten sie's endlich verstanden.
Witzig war, dass die Leute auch in Indien so fussball-verrueckt sind, alle Kellner + zeitweise sogar der Koch haben das Spiel verfolgt, wobie Kricket natuerlich die populaerste Sportart Indiens bleibt.
16.6.2006
Zug kam puenktlich um 4:30 an, wir wurden auch puenktlich abgeholt. Der tourist guide ist von der stark esoterischen Sorte, schon auf dem Weg zum Hotel sprach er von irgendwelchen Wellen und der ach so wichtigen Balance zwischen positiven und negativen Gedanken. War Gott sei Dank so muede, dass ich nicht alles mitbekommen habe.
Mittags waren wir dann mit ihm Essen, er hat uns nicht nur seine gesamte Lebensgeschichte erzahelt sondern uns auch gleich, wie es Esoteriker ja gerne tun, analysiert. Aus der Beochbachtung unserer Wellen und Energien hat er Folgendes geschlossen: Ina ist intelektuell aber nicht intelligent, Nicole muss aufpassen, dass sie aufgrund ihrer Emotionalitaet nicht verletzt wird, sonst wird ihr sehr weh getan werden, Caro ist schon etwas erfahrener und daher robuster, ich hingegen bin ein Genie und ganz toll ausbalanciert (war sie positiven und negativen Wellen, Gedanken, Energien etc. betrifft). Nicole fing an zu weinen, da ihr eine, ebenfalls indisch esoterisch angehauchte Lehrerin mal Aehnliches prognostiziert hat. Inzwischen kann sie darueber aber schon wieder lachen.
Abends waren wir unten im Restaurant Essen und Fussball Schauen. Wurden, ohne uns vorher zu fragen, von einem Fernsehsender gefilmt. Habe dann einem Kameramann gesagt, dass ich dass unhoeflich finde. Er meinte dann, dass er eh nur die Karte filme und hat dann tatsaechlich, als Beweis, eine Minute lang die 20 cm hohe Weltmeister-Pokal-foermige Speisekarte auf und ab gfilmt. Hi, hi! Der selbe hat dann versucht, uns heimlich vom anderen Ende des Raums aus zu filmen. Habe ihn direkt in die Kamera gesagt, dass er auf hoeren soll, uns zu filmen. Erst dann hatten sie's endlich verstanden.
Witzig war, dass die Leute auch in Indien so fussball-verrueckt sind, alle Kellner + zeitweise sogar der Koch haben das Spiel verfolgt, wobie Kricket natuerlich die populaerste Sportart Indiens bleibt.
... link (4 Kommentare) ... comment
neue Berichte
cocofreak, 21:18h
Da es in unserem riesigen Hostel - erstreckt sich ueber mehrere Haeuser - nur zwei Computer gibt, melde ich mich wieder aus einem Internet Cafe. Hier gibt es aber, im Gegensatz zu Indien, schnelle Computer. Bei diesem Internet Cafe handelt es sich eher um eine Art Spielhoelle - lauter Jugendliche, die mit lautstarker Untermalung Computerspiele spielen.
Jetzt aber weiter mit meinen "Rueckblenden" (immer noch aus Indien).
12.6.2006
Heute frueh das Amber Fort besichtigt. Sind mit Elefanten (die sind ja sooo suess) hinaufgeritten. Hatten einen weiblichen Guide, ist eine wahre Seltenheit, da es unter 1.200 Guides in Rajastan nur vier Frauen gibt. War nett mal einem Maedchen unsere typischen Fragen an den Guide zu stellen: Sie findet, dass arrangierte Ehen zwar oft aber nicht immer von Nachteil sind. Denkt, dass, sollte sie selbst keinen Ehemann finden, und ihren Vater bitten wuerde, ihr einen zu suchen, er eine gute Wahl treffen wuerde, da er fuer sie nur das Beste wolle. Auch dass die Frau nach der Ehe mit ihren Schwiegereltern zusammen lebt, findet sie nicht schlecht, da dies die Kosten der Haushaltsfuehrung erheblich senkt und die Schwiegermutter so auf die Kinder aufpassen kann, waehrend die Mutter arbeitet. Vor allem gut ausgebildete Frauen arbeiten auch nach der Hochzeit, um zum Familieneinkommen beizutragen.
Kurioseste Geschichte zum Fort: Es gab mal einen sehr fetten, mehr als 250 kg schweren Maharaja unter dem 9 Ehefrauen und 900 Konkubinnen starben. Da fragt man sich wirklich, warum er wohl so dagegen war, dass die Frau oben ist? Im Stadt Palast ist seine riesige Kleidung ausgestellt, er muss wirklich monstroes gewesen sein.
Dann waren wir noch shoppen, habe mir einen kleinen Silberanhaenger (Mondstein + irgendwelche rosa Steine) und ein pinkes Rohseide Top (sehr schoen, wie ich es mir schon seit einem dreiviertel Jahr vorstelle und gestern in "Fanaa" gesehen habe :-) ) gekauft.
Nachmittags haben wir dann am Hotelpool relaxt.
13.6.2006
Sind schon um 7:30 nach Rantambora gefahren. Mittags Ankunft in einer eher zweifelhaften Hotelanlage.
Am fruehen Nachmittag sind wir dann auf Safari gefahren. Haben eine Antiloppe (sieht hinten wie ein Pferd und vorne wie eine Kuh aus), suesse Affenfamilien, Pfaue (die Nationalvoegel Indiens) und Krokodille gesehen. Am meisten beeindruckt hat mich ein See, den viele Tiere als Wasserstelle nutzen und ganz allgemein die Landschaft. War etwa so, wie durch eine Universum Folge "durchzufahren". Tiger haben wir jedoch keine gesehen.
Leider wurde Nicole dann sehr schlecht, so dass wir die Safari abbrechen mussten. Schade v.a. fuer Nicole selbst, die sich am allermeisten auf die Safari gefreut hat.
Nicole hat sich dann hingelegt, wir anderen haben auf der Terasse vor dem Zimmer Karten gespielt, erst Schnapsen dann Uno. Ina hatte bei beiden Spielen derartig viel Glueck, dass wir - in Umkehrung des Sprichworts "Pech im Spiel, Glueck in der Liebe" - schon an Hannes Treue zweifelten.
Das Essen abends war weniger berauschend. Ina hat nachts "rattenartige" Geraeusche aus unserem Badezimmer gehoert. Gott sei Dank hat sie mich nicht geweckt. Nicole war abends schon auf dem Weg der Besserung - erfreute sich an dem Gedanken an einen Gugelhupf.
14.6.2006
Nicole konnte morgens schon wieder fruehstuecken, traeumte von oesterreichischem Essen und rauchte - ihr gehts's wieder gut.
Dann fast den ganzen Tag, bis kurz vor 18:00, nach Agra gefahren. Unser Hotel in Agra ist schoen und sauber - besonders wichtig nach der letzten Nacht.
15.6.2006
Heute um 6:00 losgefahren, um das Taj Mahal zu besichtigen. Es ist wirklich sehr schoen und "glaenzt" in verschiedenen Schattierungen, die Farben veraendern sich im Verlauf des Tages. Am allerschoensten ist das Taj sicherlich bei Vollmond.
Die Moslems duerften beim Verheiraten ihrer Kinder noch strenger sein als die Hindus: Unser moslemischer Guide hat seine Frau vor der Hochzeit nur auf Fotos gesehen und konnte seinem Vater daher nur anhand der Fotos sagen, ob er mit dessen Wahl einverstanden sei oder nicht.
Der Guide war total begeistert von Ina, sie sehe aus wie eine Bollywood Schauspielerin und koennte bestimmt in Bollywood Karriere machen. Sie sehe aus wie ein Model. Ja, wir anderen kamen uns schon richtig stoerend vor, bei dem jungen Glueck.
Er gab ihr den Spitznamen "Miss India", uns nannte er "Miss Brasil" (Nicole, wohl wegen ihres gelben T-shirts), "Miss Australia" (Caro, wegen ihres Hutes) und "Miss Mexican" (mich, naja zweifelhaftes Kompliment, wenn man um das Oberlippenbart-Problem der Mexikanerinnen weiss).
Spaeter Besichtigung einer Marmor Manufaktor mit anschliessendem Verkauf. Habe "aus Versehen" ein Set Untersetzer gekauft, nachdem ich es von 47 auf 20 Euro runtergehandelt hatte, "musste" ich es eigentlich kaufen. Hatte den unverschaemt niedrigen Preis (weniger als die Haelfte vom Originalpreis) eigentlich nur genannt, um das Verkaufsgespraech abzubrechen, die Untersetzer sind aber eh ganz suess.
Abends Abfahrt mit dem Zug nach Varanassi. Der erste Klasse Warteraum fuer Frauen war sehr einfach, die Toiletten aber waren wirklich eklig. Unser Abteil im Zug konnte man leider nicht absperren, so dass wir gezwungen waren, jeweils zu zweit Wachdienste zu schieben. Den groessten Teil haben Caro und ich uebernommen. Haben abwechselnd Schnapsen und Uno gespielt, um uns wachzuhalten. Da wir aufgrund der Uebermuedung und der daher mangelhaften Konzentration oft "einen ziemlichen Bloedsinn zusammen spielten", wurde unser ansonsten emotionsloses und lethargisches Kartenspiel oft von Lachanfaellen unterbrochen.
Jetzt aber weiter mit meinen "Rueckblenden" (immer noch aus Indien).
12.6.2006
Heute frueh das Amber Fort besichtigt. Sind mit Elefanten (die sind ja sooo suess) hinaufgeritten. Hatten einen weiblichen Guide, ist eine wahre Seltenheit, da es unter 1.200 Guides in Rajastan nur vier Frauen gibt. War nett mal einem Maedchen unsere typischen Fragen an den Guide zu stellen: Sie findet, dass arrangierte Ehen zwar oft aber nicht immer von Nachteil sind. Denkt, dass, sollte sie selbst keinen Ehemann finden, und ihren Vater bitten wuerde, ihr einen zu suchen, er eine gute Wahl treffen wuerde, da er fuer sie nur das Beste wolle. Auch dass die Frau nach der Ehe mit ihren Schwiegereltern zusammen lebt, findet sie nicht schlecht, da dies die Kosten der Haushaltsfuehrung erheblich senkt und die Schwiegermutter so auf die Kinder aufpassen kann, waehrend die Mutter arbeitet. Vor allem gut ausgebildete Frauen arbeiten auch nach der Hochzeit, um zum Familieneinkommen beizutragen.
Kurioseste Geschichte zum Fort: Es gab mal einen sehr fetten, mehr als 250 kg schweren Maharaja unter dem 9 Ehefrauen und 900 Konkubinnen starben. Da fragt man sich wirklich, warum er wohl so dagegen war, dass die Frau oben ist? Im Stadt Palast ist seine riesige Kleidung ausgestellt, er muss wirklich monstroes gewesen sein.
Dann waren wir noch shoppen, habe mir einen kleinen Silberanhaenger (Mondstein + irgendwelche rosa Steine) und ein pinkes Rohseide Top (sehr schoen, wie ich es mir schon seit einem dreiviertel Jahr vorstelle und gestern in "Fanaa" gesehen habe :-) ) gekauft.
Nachmittags haben wir dann am Hotelpool relaxt.
13.6.2006
Sind schon um 7:30 nach Rantambora gefahren. Mittags Ankunft in einer eher zweifelhaften Hotelanlage.
Am fruehen Nachmittag sind wir dann auf Safari gefahren. Haben eine Antiloppe (sieht hinten wie ein Pferd und vorne wie eine Kuh aus), suesse Affenfamilien, Pfaue (die Nationalvoegel Indiens) und Krokodille gesehen. Am meisten beeindruckt hat mich ein See, den viele Tiere als Wasserstelle nutzen und ganz allgemein die Landschaft. War etwa so, wie durch eine Universum Folge "durchzufahren". Tiger haben wir jedoch keine gesehen.
Leider wurde Nicole dann sehr schlecht, so dass wir die Safari abbrechen mussten. Schade v.a. fuer Nicole selbst, die sich am allermeisten auf die Safari gefreut hat.
Nicole hat sich dann hingelegt, wir anderen haben auf der Terasse vor dem Zimmer Karten gespielt, erst Schnapsen dann Uno. Ina hatte bei beiden Spielen derartig viel Glueck, dass wir - in Umkehrung des Sprichworts "Pech im Spiel, Glueck in der Liebe" - schon an Hannes Treue zweifelten.
Das Essen abends war weniger berauschend. Ina hat nachts "rattenartige" Geraeusche aus unserem Badezimmer gehoert. Gott sei Dank hat sie mich nicht geweckt. Nicole war abends schon auf dem Weg der Besserung - erfreute sich an dem Gedanken an einen Gugelhupf.
14.6.2006
Nicole konnte morgens schon wieder fruehstuecken, traeumte von oesterreichischem Essen und rauchte - ihr gehts's wieder gut.
Dann fast den ganzen Tag, bis kurz vor 18:00, nach Agra gefahren. Unser Hotel in Agra ist schoen und sauber - besonders wichtig nach der letzten Nacht.
15.6.2006
Heute um 6:00 losgefahren, um das Taj Mahal zu besichtigen. Es ist wirklich sehr schoen und "glaenzt" in verschiedenen Schattierungen, die Farben veraendern sich im Verlauf des Tages. Am allerschoensten ist das Taj sicherlich bei Vollmond.
Die Moslems duerften beim Verheiraten ihrer Kinder noch strenger sein als die Hindus: Unser moslemischer Guide hat seine Frau vor der Hochzeit nur auf Fotos gesehen und konnte seinem Vater daher nur anhand der Fotos sagen, ob er mit dessen Wahl einverstanden sei oder nicht.
Der Guide war total begeistert von Ina, sie sehe aus wie eine Bollywood Schauspielerin und koennte bestimmt in Bollywood Karriere machen. Sie sehe aus wie ein Model. Ja, wir anderen kamen uns schon richtig stoerend vor, bei dem jungen Glueck.
Er gab ihr den Spitznamen "Miss India", uns nannte er "Miss Brasil" (Nicole, wohl wegen ihres gelben T-shirts), "Miss Australia" (Caro, wegen ihres Hutes) und "Miss Mexican" (mich, naja zweifelhaftes Kompliment, wenn man um das Oberlippenbart-Problem der Mexikanerinnen weiss).
Spaeter Besichtigung einer Marmor Manufaktor mit anschliessendem Verkauf. Habe "aus Versehen" ein Set Untersetzer gekauft, nachdem ich es von 47 auf 20 Euro runtergehandelt hatte, "musste" ich es eigentlich kaufen. Hatte den unverschaemt niedrigen Preis (weniger als die Haelfte vom Originalpreis) eigentlich nur genannt, um das Verkaufsgespraech abzubrechen, die Untersetzer sind aber eh ganz suess.
Abends Abfahrt mit dem Zug nach Varanassi. Der erste Klasse Warteraum fuer Frauen war sehr einfach, die Toiletten aber waren wirklich eklig. Unser Abteil im Zug konnte man leider nicht absperren, so dass wir gezwungen waren, jeweils zu zweit Wachdienste zu schieben. Den groessten Teil haben Caro und ich uebernommen. Haben abwechselnd Schnapsen und Uno gespielt, um uns wachzuhalten. Da wir aufgrund der Uebermuedung und der daher mangelhaften Konzentration oft "einen ziemlichen Bloedsinn zusammen spielten", wurde unser ansonsten emotionsloses und lethargisches Kartenspiel oft von Lachanfaellen unterbrochen.
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 20. Juni 2006
Weiter geht's
cocofreak, 08:21h
So meine Lieben, wieder ein rein verbales Posting. Fotos folgen aber auf jeden Fall, wenn wir dann in Hong Kong sind (hoffentlich gute Internetvebindung im Hostel), vielleicht wieder eine eigene Fotostrecke auf jeden Fall Ergaenzung bereits bestehender Beitraege um Bildmaterial.
10.6.2006
Sind heute schon um 8:00 losgefahren nach Udaipur. Der Weg war landschaftlich sehr schoen, auch an zwei Affenfamilien inkl. suesser Affenbabies vorbeigefahren.
Udaipur und der See sind sehr huebsch, ein Ort an dem ganz klassische Urlaubsstimmung aufkommt. Zu mittag waren wir nobel direkt am See essen, hat uns zwar nur 20 Euro gekostet, ist aber fuer indische Verhaeltnisse sehr, sehr teuer.
Haben dann den Palast besichtigt, grausige Kriegsbilder (blutende abgeschlagene Koepfe, Leute, die mit dem Schert in zwei Teile geteilt werden - im Mittelarlter herrschte wohl weltweit eine ganz eigene Aestetik) aber toller Blick auf den See, huebsche Innenhoefe, und Glasfenster in leuchtenden Farben. Wieder Tumult als Horden von Indern, die zuerst noch vor sich hindoesende, Ina fotografierten. Caro, Nicole und ich amuesierten uns aus sicherer Entfernung.
All jene, die sich aufgrund's Inas und Caros uebertriebener Tierliebe Sorgen um die Fauna Indiens machen, kann ich beruhigen. Nicht nur Kamele bzw. Dromedare verfuegen, wie bereits berichtet, ueber natuerliche Instinkte, die sie vor all zu tierlieben Zeitgenossen schuetzen, auch Caros Affenliebe wurde unterbunden. Als Caro sich, wohl mit unlauteren Hintergedanken, einem unschuldigen Affen naeherte, erkannte dieser die Gefahr und schaffte es Caro mit Drohgebaerden (gefletschte Zaehne und eine Art Schattenboxen) zu vertreiben. Auch Caro kann, wie Ina, schwer mit Zurueckweisung umgehen, die Bilder ihres vormaligen Objekts der Begierte wurden gleich nach dem Vorfall von ihr geloescht. Will darueber aber nicht richten - vielleicht schmerzt sie der Anblick einfach zu sehr.
Nach Dusche und kurzer Rast im Hotel noch Session in einem Beauty Salon. Haben uns das volle Programm gegoennt inkl. einer Haarentfernung mit einem Zwirn - sehr exotich das ganze. By the way moechte ich erwaehnen, dass nur ich die Massage von der Kosmetikerin durchfuehren liess, die drei anderen, unfaehig eine Gelegenheit auszulassen, waren alle beim Mann der Kosmetikerin fuer eine Ganzkoerpermassage. Wer weiss, wie viele Stromausfaelle es, auch an diesem Nachmittag, in Indien gibt, kann sich den Rest der Geschichte wohl vorstellen...
Dann Dinner auf der Dachterasse unseres Hotels mit wunderschoenem Ausblick auf den See und die beleucheten Ufer.
11.6.2006
Heute lange (8 h) Fahrt nach Jaipur, der Hauptstadt von Rajastan. Wirkt urbaner als das, was wir bisher von Delhi gesehen haben - erkennbares Stadtzentrum, mehr grosse Geschaefte (sogar Einkaufszentren). Wieder ein schoenes Hotel mit Pool.
Abends im Kino "Fanaa" gesehen, momentan "der" Film in Indien (der neue Film mit Sharok "the King" Khan kommt erst naechstes Monat raus). Die Vorfuehrung war zwar schon ausverkauft, aber D.K., unser Fahrer, konnte uns noch Karten am Schwarzmarkt! besorgen. "Fanaa" ist anfangs eher lustig, wird dann sogar fuer Bollywood-Verhaeltnisse sehr, sehr dramatisch - er toetet mehr oder weniger aus Versehen ihren Vater, am Ende toetet sie ihn, um zu verhindern, dass er (ein pakistanischer Terrorist) Indien mit einer Atombombe, die dazugehoerige "Fernbedienung" traegt er immer mit sich herum, zerstoert.
Das Publikum ist sehr laut - viele kleine Kinder, Herumgerenne, Platzanweiser mit grossen Taschenlampen, Getratsche - das Ganze hat die Wohnzimmeratmosphere einer indischen Grossfamilie. Ein paar mal (v.a. anfangs) hat der ganze Saal gelacht oder geklatscht. Viele haben ihren Platz schon vor dem Abspann, waehrend der dramatischen Schlussszene - der von ihr erschossene Held stirbt in ihren Armen - verlassen. Die Inder sind da wohl eher dramatisch, war ja eh schon klar, dass er jetzt stirbt.
Dann noch am Pool Schnapsen gespielt. Im Hotel gibt es sogar Tonic, da dieses aber bacherlwarm ist und aus hygienetechnischen Gruenden nur ein Einswuerfel pro Getraenk zu verantworten ist, schmeckte der, diesmal echte, Gin Tonic wieder scheusslich.
Auf dem Weg in unser Hotelzimmer haben wir zwei bedauernswerte Angestellte aufgeweckt, die ihr Nachtlager auf dem Teppich eines Vorraumes aufschlagen mussten.
10.6.2006
Sind heute schon um 8:00 losgefahren nach Udaipur. Der Weg war landschaftlich sehr schoen, auch an zwei Affenfamilien inkl. suesser Affenbabies vorbeigefahren.
Udaipur und der See sind sehr huebsch, ein Ort an dem ganz klassische Urlaubsstimmung aufkommt. Zu mittag waren wir nobel direkt am See essen, hat uns zwar nur 20 Euro gekostet, ist aber fuer indische Verhaeltnisse sehr, sehr teuer.
Haben dann den Palast besichtigt, grausige Kriegsbilder (blutende abgeschlagene Koepfe, Leute, die mit dem Schert in zwei Teile geteilt werden - im Mittelarlter herrschte wohl weltweit eine ganz eigene Aestetik) aber toller Blick auf den See, huebsche Innenhoefe, und Glasfenster in leuchtenden Farben. Wieder Tumult als Horden von Indern, die zuerst noch vor sich hindoesende, Ina fotografierten. Caro, Nicole und ich amuesierten uns aus sicherer Entfernung.
All jene, die sich aufgrund's Inas und Caros uebertriebener Tierliebe Sorgen um die Fauna Indiens machen, kann ich beruhigen. Nicht nur Kamele bzw. Dromedare verfuegen, wie bereits berichtet, ueber natuerliche Instinkte, die sie vor all zu tierlieben Zeitgenossen schuetzen, auch Caros Affenliebe wurde unterbunden. Als Caro sich, wohl mit unlauteren Hintergedanken, einem unschuldigen Affen naeherte, erkannte dieser die Gefahr und schaffte es Caro mit Drohgebaerden (gefletschte Zaehne und eine Art Schattenboxen) zu vertreiben. Auch Caro kann, wie Ina, schwer mit Zurueckweisung umgehen, die Bilder ihres vormaligen Objekts der Begierte wurden gleich nach dem Vorfall von ihr geloescht. Will darueber aber nicht richten - vielleicht schmerzt sie der Anblick einfach zu sehr.
Nach Dusche und kurzer Rast im Hotel noch Session in einem Beauty Salon. Haben uns das volle Programm gegoennt inkl. einer Haarentfernung mit einem Zwirn - sehr exotich das ganze. By the way moechte ich erwaehnen, dass nur ich die Massage von der Kosmetikerin durchfuehren liess, die drei anderen, unfaehig eine Gelegenheit auszulassen, waren alle beim Mann der Kosmetikerin fuer eine Ganzkoerpermassage. Wer weiss, wie viele Stromausfaelle es, auch an diesem Nachmittag, in Indien gibt, kann sich den Rest der Geschichte wohl vorstellen...
Dann Dinner auf der Dachterasse unseres Hotels mit wunderschoenem Ausblick auf den See und die beleucheten Ufer.
11.6.2006
Heute lange (8 h) Fahrt nach Jaipur, der Hauptstadt von Rajastan. Wirkt urbaner als das, was wir bisher von Delhi gesehen haben - erkennbares Stadtzentrum, mehr grosse Geschaefte (sogar Einkaufszentren). Wieder ein schoenes Hotel mit Pool.
Abends im Kino "Fanaa" gesehen, momentan "der" Film in Indien (der neue Film mit Sharok "the King" Khan kommt erst naechstes Monat raus). Die Vorfuehrung war zwar schon ausverkauft, aber D.K., unser Fahrer, konnte uns noch Karten am Schwarzmarkt! besorgen. "Fanaa" ist anfangs eher lustig, wird dann sogar fuer Bollywood-Verhaeltnisse sehr, sehr dramatisch - er toetet mehr oder weniger aus Versehen ihren Vater, am Ende toetet sie ihn, um zu verhindern, dass er (ein pakistanischer Terrorist) Indien mit einer Atombombe, die dazugehoerige "Fernbedienung" traegt er immer mit sich herum, zerstoert.
Das Publikum ist sehr laut - viele kleine Kinder, Herumgerenne, Platzanweiser mit grossen Taschenlampen, Getratsche - das Ganze hat die Wohnzimmeratmosphere einer indischen Grossfamilie. Ein paar mal (v.a. anfangs) hat der ganze Saal gelacht oder geklatscht. Viele haben ihren Platz schon vor dem Abspann, waehrend der dramatischen Schlussszene - der von ihr erschossene Held stirbt in ihren Armen - verlassen. Die Inder sind da wohl eher dramatisch, war ja eh schon klar, dass er jetzt stirbt.
Dann noch am Pool Schnapsen gespielt. Im Hotel gibt es sogar Tonic, da dieses aber bacherlwarm ist und aus hygienetechnischen Gruenden nur ein Einswuerfel pro Getraenk zu verantworten ist, schmeckte der, diesmal echte, Gin Tonic wieder scheusslich.
Auf dem Weg in unser Hotelzimmer haben wir zwei bedauernswerte Angestellte aufgeweckt, die ihr Nachtlager auf dem Teppich eines Vorraumes aufschlagen mussten.
... link (0 Kommentare) ... comment
Samstag, 17. Juni 2006
Forstsetzung
cocofreak, 18:18h
Aus Sicherheitsgruenden - damit ich nicht alles neu schreiben muss, sollte der Computer aufgrund der staendigen Stromausfaelle ganz abstuerzen - teile ich mein heutiges Posting auf. Hier der zweite Teil:
6.6.2006
So dreckig, wie heute beim Aufwachen habe ich mich noch nie gefuehlt. Verschwitzt vom Vortag, am Schweiss klebender Sand (in Massen) und dabei habe ich wegen des Windes und der Muedigkeit ziemlich gefroren. Waren alle froh, dass wir nur eine h Fahrt nach Jaisalmer vor uns hatten und uns daher recht bald duschen konnten.
Mittags in die Altstadt gefahren, dort erwartete er uns der bis dahin beste Tourist Guide. Er hat uns nicht nur Sachen gezeigt, sondern uns auch mit Hintergrundinformationen versorgt: Das Kastensystem ist zwar offiziell verboten, praktisch heiraten die Leute aber nur innerhalb ihrer und nahe stehender Untergruppen - innerhalb der vier Kasten gibt es jeweils hunderte Untergruppen. Arrangierte Ehen sind immer noch ueblich, v.a. fuer "Spaetentwickler", die mit 23/24 noch nicht verheiratet sind, suchen dann die Eltern die Ehepartner aus.
Sind durchs Fort spaziert, sehr interessant, da anders als an anderen Orten kein Museumscharakter da unbewohnt, sondern voller Leben (mehrere hundert Menschen leben noch heute innerhalb der Mauern des Forts).
Nachdem wir den Palast (sehr schoen, interessante Fuehrung - nur leider haben die Maharajas fast alle Gegenstaende mitgenommen, nur wenig und nicht das Schoenste (Schmuck, Moebelstuecke) haben sie zurueck gelassen und zwei Havelis bsichtigt haben, waren wir noch shoppen.
War nett, gemuetlich am Boden zu sitzen, etwas zu trinken und sich dabei die Ware zeigen zu lassen. Habe mir einen pinken Pashmina-Schal gekauft.
7.6.2006
Morgens entdeckte Ina leider eine Kakerlake im Bad, ich ging heldenhaft mit gutem Beispiel voran und habe als erste trotzdem geduscht (Ina kam ihren hygienischen Pflichten nur nach, um neben mir nicht bloed da zu stehen). Um die Kakerlake einzuschuechtern, damit sie sich tod stellt und ihren Aufenthaltsort in einer Ecke des Bads nicht verlaesst, sang Ina lauthalt "Weilst a Herz hast wie a Bergwerk", hat funktioniert, fraglich nur, ob Inas Stimme oder Reinhards "die Nase" Fendrichs Text so aengstigend wirkte (beides ist moeglich).
Dann Fahrt nach Jodhpur, Hotel hat im Folder nicht so toll ausgesehen, ist aber total suess. Eine kleine, mit Antiqitaeten vollgestopfte Pension (der Hotelbesitzer hat uns auch ganz stolz Jugendstil-Lampen aus Wien gezeigt, fuer zu Hause waere mir das viel zu viel Kram, hier ist's aber gemuetlich. In diesem Hotel entstand das Foto, auf dem ich vor dem ausgestopften Tiger sitze.
Haben das Fort besichtigt, dass Zeit seines Bestehens nie eingenommen werden konnte. Von dort hatten wir auch einen sehr guten Blick auf "die Blaue Stadt", die Altstadt von Jodhpur. Die blaue Wandfarbe fuer die Haeuser war frueher Brachmanen vorbehalten, heute duerfen sie alle verwenden. Das Blau sieht nicht nur huebsch aus, sondern dienst auch als Moskito-Schutz. Finde die vielen blauen Haeuser schoener als die weissen in Griechenland.
Haben dann noch Gewuerze gekauft. Ina, Caro und Nicole haben auch das Potenz steigernde Gewuerz "Winter Tonic" gekauft, dass laut dem Verkaeufer wirkt "like Viagra". Kennen die etwa jemanden, der's noetig hat?!!
Am Rueckweg in's Hotel noch Gin gekauft (die Liqueur-Laeden in Indien haben von 6:00 bis 23: geoeffnet. Im Hotel das bisher beste indische Essen gegessen, viele verschiedene ausgezeichnete Gerichte. Nicole, die sonst Kaese hasst, hat aus Versehen welchen gegessen, und es hat ihr sogar sehr gut geschmeckt: "Das Huhn ist wirklich gut." Ja, nur das unser, im Modul eigentlich einschlaegig ausgebildete, Feinspitz nicht erkannt hat, dass es sich bei dem "Huhn" um "Kaese" handelte.
Abends haben wir dann versucht, uns aus Gin, Mountain Dew (eine Art indischem Sprite bzw. Seven Up) und Wasser ein Gin Tonich aehnliches Getraenk zu mixen (im Hotel gab es leider kein Tonic), der Versuch kann als gescheitert angesehen werden.
8.6.2006
Weiterfahrt nach Ranakpur. Unser Hotel hier ist ebenfalls sehr schoen, haben z.B. Fensterbaenke in den Erkern unserer Zimmer. Haben hier auch einen wunderschoenen Pool. Haben uns gleich am ersten Nachmittag (blieben wegen des Pools gleich zwei Naechte) an den Pool gelegt, um zu relaxen und uns zu braeunen.
Ina hat auf der Hinfahrt uebrigens einen Tumult verursacht, als sie das Autofenster oeffnete, um eine Hochzeitsgesellschaft zu fotografieren. Sofort bildete sich eine (maennliche) Menschentraube, die Ina durch das Autofenster beruehren wollte.
Abends haben wir uns fuer's Dinner fein gemacht (endlich wieder mal schoene Sachen anziehen). Waren die einzigen Gaeste, die Angestellten waren trotzdem sehr bemueht - Radio, mehrere Tische gedeckt, aus denen wir einen waehlen konnten. Unser Fahrer hat mit uns gegessen, mit zunehmndem Alkoholkonsum - er eine halbe, wir zu viert eine viertel Flasche Whiskey - wurde er immer gespraechiger: Neben seiner Frau hat er noch eine Freundin, ist aber fast verstaendlich, da seine Ehe arrangiert (Frau von seiner Mutter ausgesucht) war. Zu seinen zwei Frauen sagt er:" One is life and one is love."
Haben ihn auch zu den heiligen Kuehen befragt: Wenn Kuehe erkranken, werden sie nicht getoetet, sondern in ein Tierspital (davon gibt es viele) gebracht. Tote Kuehe werden begraben, neben der Strasse liegende tote Kuehe werden von Staatsbediensteten abgeholt und begraben.
Vor dem Schlafengehen haben Nicole und ich (ohne dabei hysterisch zu werden!) versucht, eine schwarz-weiss gestreifte, huepfende!, sich auf unserem Bett befindliche Spinne mit No-Bite-Spray zu toeten.
9.6.2006
Mittags sind wir zum Jaen Tempel von Ranakpur gefahren (erst ab 11 fuer Touristen geoeffnet). Wurden von einem netten Priester herumgefuehrt, der nebenbei einige deutsche Woerter von uns lernen wollte. Beim Betreten der Tempel beruehren die Glaebigen die Treppe die zum Tempel fuehrt mit der Hand, ist eine respektvolle Geste, da die Treppe die Fuesse des Gottes , dem zu Ehren der jeweilige Tempel erbaut wurde, symboliesiert.
Der Jaen Tempel in Ranakpur wurde zu Ehren der ersten Jaen Propheten erbaut. Die Jaen sind Hindus, die nicht nach dem Kasten-System leben.
Der Tempel ist sehr schoen und vor allem sehr friedlich. Aussergewoehnlich, dass er durch das viele Tageslicht, dass durch "Innenhoefe" einfaellt, so hell ist.
Nachmittags haben wir's uns wieder am Pool gut gehen lassen.
Caro und ich (die beiden anderen waren zu faul) sind abend mit einem Guide auf einen Huegel neben einem kleinen See geklettert. Ein sehr ruhiger, idylischer Ort. Caro und ich waren froh, unseren inneren Schweinehund ueberwunden und hier her gegangen zu sein.
Nachts haben Caro, Nicole und ich noch im Garten unseres Hotels Karten gespielt. Caro hat mich in die Geheimnisse des Schnapsens eingeweiht. Haben versucht, uns aus Gin, Wasser und Limonen ein Gin Tonic aehnliches Getraenk zu mixen (gab wieder kein Tonic im Hotel), funktioniert etwas besser als mit dem doch sehr suessen "Mountain Dew".
6.6.2006
So dreckig, wie heute beim Aufwachen habe ich mich noch nie gefuehlt. Verschwitzt vom Vortag, am Schweiss klebender Sand (in Massen) und dabei habe ich wegen des Windes und der Muedigkeit ziemlich gefroren. Waren alle froh, dass wir nur eine h Fahrt nach Jaisalmer vor uns hatten und uns daher recht bald duschen konnten.
Mittags in die Altstadt gefahren, dort erwartete er uns der bis dahin beste Tourist Guide. Er hat uns nicht nur Sachen gezeigt, sondern uns auch mit Hintergrundinformationen versorgt: Das Kastensystem ist zwar offiziell verboten, praktisch heiraten die Leute aber nur innerhalb ihrer und nahe stehender Untergruppen - innerhalb der vier Kasten gibt es jeweils hunderte Untergruppen. Arrangierte Ehen sind immer noch ueblich, v.a. fuer "Spaetentwickler", die mit 23/24 noch nicht verheiratet sind, suchen dann die Eltern die Ehepartner aus.
Sind durchs Fort spaziert, sehr interessant, da anders als an anderen Orten kein Museumscharakter da unbewohnt, sondern voller Leben (mehrere hundert Menschen leben noch heute innerhalb der Mauern des Forts).
Nachdem wir den Palast (sehr schoen, interessante Fuehrung - nur leider haben die Maharajas fast alle Gegenstaende mitgenommen, nur wenig und nicht das Schoenste (Schmuck, Moebelstuecke) haben sie zurueck gelassen und zwei Havelis bsichtigt haben, waren wir noch shoppen.
War nett, gemuetlich am Boden zu sitzen, etwas zu trinken und sich dabei die Ware zeigen zu lassen. Habe mir einen pinken Pashmina-Schal gekauft.
7.6.2006
Morgens entdeckte Ina leider eine Kakerlake im Bad, ich ging heldenhaft mit gutem Beispiel voran und habe als erste trotzdem geduscht (Ina kam ihren hygienischen Pflichten nur nach, um neben mir nicht bloed da zu stehen). Um die Kakerlake einzuschuechtern, damit sie sich tod stellt und ihren Aufenthaltsort in einer Ecke des Bads nicht verlaesst, sang Ina lauthalt "Weilst a Herz hast wie a Bergwerk", hat funktioniert, fraglich nur, ob Inas Stimme oder Reinhards "die Nase" Fendrichs Text so aengstigend wirkte (beides ist moeglich).
Dann Fahrt nach Jodhpur, Hotel hat im Folder nicht so toll ausgesehen, ist aber total suess. Eine kleine, mit Antiqitaeten vollgestopfte Pension (der Hotelbesitzer hat uns auch ganz stolz Jugendstil-Lampen aus Wien gezeigt, fuer zu Hause waere mir das viel zu viel Kram, hier ist's aber gemuetlich. In diesem Hotel entstand das Foto, auf dem ich vor dem ausgestopften Tiger sitze.
Haben das Fort besichtigt, dass Zeit seines Bestehens nie eingenommen werden konnte. Von dort hatten wir auch einen sehr guten Blick auf "die Blaue Stadt", die Altstadt von Jodhpur. Die blaue Wandfarbe fuer die Haeuser war frueher Brachmanen vorbehalten, heute duerfen sie alle verwenden. Das Blau sieht nicht nur huebsch aus, sondern dienst auch als Moskito-Schutz. Finde die vielen blauen Haeuser schoener als die weissen in Griechenland.
Haben dann noch Gewuerze gekauft. Ina, Caro und Nicole haben auch das Potenz steigernde Gewuerz "Winter Tonic" gekauft, dass laut dem Verkaeufer wirkt "like Viagra". Kennen die etwa jemanden, der's noetig hat?!!
Am Rueckweg in's Hotel noch Gin gekauft (die Liqueur-Laeden in Indien haben von 6:00 bis 23: geoeffnet. Im Hotel das bisher beste indische Essen gegessen, viele verschiedene ausgezeichnete Gerichte. Nicole, die sonst Kaese hasst, hat aus Versehen welchen gegessen, und es hat ihr sogar sehr gut geschmeckt: "Das Huhn ist wirklich gut." Ja, nur das unser, im Modul eigentlich einschlaegig ausgebildete, Feinspitz nicht erkannt hat, dass es sich bei dem "Huhn" um "Kaese" handelte.
Abends haben wir dann versucht, uns aus Gin, Mountain Dew (eine Art indischem Sprite bzw. Seven Up) und Wasser ein Gin Tonich aehnliches Getraenk zu mixen (im Hotel gab es leider kein Tonic), der Versuch kann als gescheitert angesehen werden.
8.6.2006
Weiterfahrt nach Ranakpur. Unser Hotel hier ist ebenfalls sehr schoen, haben z.B. Fensterbaenke in den Erkern unserer Zimmer. Haben hier auch einen wunderschoenen Pool. Haben uns gleich am ersten Nachmittag (blieben wegen des Pools gleich zwei Naechte) an den Pool gelegt, um zu relaxen und uns zu braeunen.
Ina hat auf der Hinfahrt uebrigens einen Tumult verursacht, als sie das Autofenster oeffnete, um eine Hochzeitsgesellschaft zu fotografieren. Sofort bildete sich eine (maennliche) Menschentraube, die Ina durch das Autofenster beruehren wollte.
Abends haben wir uns fuer's Dinner fein gemacht (endlich wieder mal schoene Sachen anziehen). Waren die einzigen Gaeste, die Angestellten waren trotzdem sehr bemueht - Radio, mehrere Tische gedeckt, aus denen wir einen waehlen konnten. Unser Fahrer hat mit uns gegessen, mit zunehmndem Alkoholkonsum - er eine halbe, wir zu viert eine viertel Flasche Whiskey - wurde er immer gespraechiger: Neben seiner Frau hat er noch eine Freundin, ist aber fast verstaendlich, da seine Ehe arrangiert (Frau von seiner Mutter ausgesucht) war. Zu seinen zwei Frauen sagt er:" One is life and one is love."
Haben ihn auch zu den heiligen Kuehen befragt: Wenn Kuehe erkranken, werden sie nicht getoetet, sondern in ein Tierspital (davon gibt es viele) gebracht. Tote Kuehe werden begraben, neben der Strasse liegende tote Kuehe werden von Staatsbediensteten abgeholt und begraben.
Vor dem Schlafengehen haben Nicole und ich (ohne dabei hysterisch zu werden!) versucht, eine schwarz-weiss gestreifte, huepfende!, sich auf unserem Bett befindliche Spinne mit No-Bite-Spray zu toeten.
9.6.2006
Mittags sind wir zum Jaen Tempel von Ranakpur gefahren (erst ab 11 fuer Touristen geoeffnet). Wurden von einem netten Priester herumgefuehrt, der nebenbei einige deutsche Woerter von uns lernen wollte. Beim Betreten der Tempel beruehren die Glaebigen die Treppe die zum Tempel fuehrt mit der Hand, ist eine respektvolle Geste, da die Treppe die Fuesse des Gottes , dem zu Ehren der jeweilige Tempel erbaut wurde, symboliesiert.
Der Jaen Tempel in Ranakpur wurde zu Ehren der ersten Jaen Propheten erbaut. Die Jaen sind Hindus, die nicht nach dem Kasten-System leben.
Der Tempel ist sehr schoen und vor allem sehr friedlich. Aussergewoehnlich, dass er durch das viele Tageslicht, dass durch "Innenhoefe" einfaellt, so hell ist.
Nachmittags haben wir's uns wieder am Pool gut gehen lassen.
Caro und ich (die beiden anderen waren zu faul) sind abend mit einem Guide auf einen Huegel neben einem kleinen See geklettert. Ein sehr ruhiger, idylischer Ort. Caro und ich waren froh, unseren inneren Schweinehund ueberwunden und hier her gegangen zu sein.
Nachts haben Caro, Nicole und ich noch im Garten unseres Hotels Karten gespielt. Caro hat mich in die Geheimnisse des Schnapsens eingeweiht. Haben versucht, uns aus Gin, Wasser und Limonen ein Gin Tonic aehnliches Getraenk zu mixen (gab wieder kein Tonic im Hotel), funktioniert etwas besser als mit dem doch sehr suessen "Mountain Dew".
... link (1 Kommentar) ... comment
weitere Indien-Berichte
cocofreak, 17:12h
Nachdem ich gestern aufgrund grosser Uebermuedung (Wachdienst im Zug nach Varanassi) und einer fuer Indien typischen Magenverstimmung kein Internet Cafe aufgesucht habe, setze ich meine Berichterstattung erst heute fort. Vermute, dass ich erst in Hong Kong, wo ich wieder mehr Zeit haben werde (die ganze Woche am selben Ort - keine langen Fahrzeiten, Sightseeing kann auf mehrere Tage aufgeteilt werden), schaffen werde, das Tagebuch bis komplett bis zum jeweils aktuellem Datum zu fuehren.
3.6.2006
Heute frueh losgefahren und mit unserer Tour durch Rajastan begonnen. Innerhalb von 10 min hat Caro den Fahrer schamlos angebraten: "Are you married? Do you miss your wife?" Nur der Umstand, dass der Dachgepaecktraeger kaputt war, und Caro so durch den auf ihrem Schoss stehenden Rucksack "an den Sitz gefesselt war", rettete den armen Inder vor koerperlichen Uebergriffen Caros. Der sichtlich verstoerte Fahrer war die naechsten h auffaellig ruhig.
Caro haette mal lieber ein paar h gewartet, da trafen wir naemlich auf dankbarere Opfer. Sind in einem kleinen Dorf stehen geblieben, um einen Dachgepaecktraeger zu kaufen (Caro hatte sich zwischenzeitlich etwas beruhigt, so dass sich der Fahrer in Sicherheit wiegte). Sofort bildeten sich rund um unser Auto, ein paar Meter vor unserem Auto und auf einem Balkon auf der gegenueberliegenden Strassenseite Menschentrauben aus maennlichen Indern. Auch aus allen Geschaeften, allen vorbei fahrenden Fahrzeugen und von allen vorbei gehenden wurden wir angestarrt. Diese Reaktion erstaunte sogar Caro, und hielt sie von weiteren Flirtversuchen ab.
Mir ist schon klar, dass wir vier natuelich total super und huebsch sind :-) aber kann echt nicht nachvollziehen, warum vier weisse Maedels gar so interessant sind. Die Inderinnen sind ja auch recht huebsch, v.a. wenn man bedenkt, wie unhuebsch die maennlichen, zu 90 % Schnauzbaerte tragenden, Inder sind...
Die Kinder stehen tatsaechlich auf Kulis (konnten's ja bis zuletzt kaum glauben), anfangs kamen wir uns beim Verteilen der Werbekulis ja schon komisch vor, die kids freuen sich aber echt darueber.
Abend nach dem Besuch des Havelis eines Opiumhaendlers (die werden dort in alten Zeiten wohl recht arge Parties gefeiert haben), das erste Mal richtig gehandelt - eine Oellampe von 500 auf 300 Rupien runtergehandelt.
Das Hotel in dem wir geschlafen haben, ist auch ein ehemaliges Havelis (Haveli heisst "Haus, durch das der Wind weht" - wichtig im heissen Indien, und kann man sich als Stadt Palais reicher Buerger vorstellen). Haben sehr romantisch im Hof unter dem Sternenhimmel zu Abend gegessen.
Dann noch Uno gespielt, habe dabei eine neue Taktik entwickelt: einfach so lange spielen, bis die anderen uebermuedet sind. Funktioniert, habe hintereinander die beiden letzten Partien gewonnen. Hatten sehr viel Spass, Ina wollte z.B. Mal die Farbe "blau gelb" waehlen. Wir hatten echt schon Bauchweh vor Lachen.
4.6.2006
Weiterfahrt nach Bikaner. Lange heisse Fahrt mit dem Auto. Lustig aber, dass Ina (das Steierer-Maedel) und Nicole (die ihre Sommer jahrelang bei ihrer Oma auf dem Land verbracht hat) die Schafe und Ziegen am Wegesrand nicht voneinander unterscheiden konnten. In Indien gibt es den Beruf des Hirten wirklich, man sieht viele Jungen und Maenner mit ihren Tieren umherziehen.
Sind erst am spaeteren Nachmittag angekommen und dann durch das Rote Fort "gehetzt" worden, war nicht so prickelnd. Wurden das erste Mal nicht nur angestarrt, sondern auch fotografiert. Inder haben sich auch gemeinsam mit uns fotografieren lassen. Auch als wir anschliessend im Museumscafe was trinken waren, wurden wir von allen angestarrt und fotografiert (kein unbeobachteter Moment um das wirklich eklige Zitronen-Wasser ins Gras zu schuetten).
Haben abends noch zwei alte Palaeste (heute Hotels) besichtigt. Innen im typischen Kolonialstil eingerichtet und voll von Jagdtrophaen - habe noch nie so viele tote Tiere an einer Wand haengen sehen. Man konnte sich vorstellen, dass hier ein Agatha-Christie-Krime spielen koennte.
5.6.2006
Waren wieder recht lange mit dem Auto unterwegs (bei der Hitze trotz Klimaanlage recht anstrengend) um nach Khuri in der Wueste Thar zu fahren. Am Weg dorthin wurde Caro vom Verkaeufer des stark ueberteuerten Souvenirshops eines Restaurants (ich betrete solche Laeden erst gar nicht, aber Caro ist halt sehr hoeflich und kann nicht nein sagen) auf sehr eigenartige Weise angebraten. Er zeigte ihr Seiten aus einem "Kamasutra-Buch", auf denen entweder eine weisse Frau mit einem Inder schlief oder sich ein Mann oder eine Frau gerade mit einem Hund vergnuegt! (im echten Kamasutra kommt meines Wissens nach ja keine Sodomie vor, wuerde mich zumindest sehr wundern). Ina konnte sich nur mit den Worten: "Ich bin nicht verheiratet, ich darf solche Bilder nicht sehen," retten.
Die Wueste Thar war dafuer total beeindruckend. Klingt jetzt bloed, aber habe noch nie so klassisch sandfarbenen Sand gesehen. Sand fuehlt sich auch toll an, sind blossfuessig die Sandduenen runtergelaufen (und raufgekrochen). Sind touri-like mit Kamaelen in die Wueste geritten, war aber schoen. Auch spannend mit den Kamel-Fuehrern zu sprechen: Die meisten Leuto dort koennen weder Lesen noch Schreiben, koennen sich daher keinen Job in der Stadt suchen und sind daher vollkommen von ihren Tieren abhaengig. Der Monsum war seit zwei Jahren nicht mehr dort. Am Tag bevor wir da waren, hat es allerdings geregnet, die Leute haen sich so gefreut, dass sie im Regen getanzt haben. Der Kamel-Fuehrer meinte auch, dass "people who can read" erzaelt haben, dass der Monsum heuer wieder kommen wird. "The local people" glauben dass auch, sie schliessen das aus dem Vogelflug etc.
Herbe Enttaeuschung fuer Ina, nachdem sie seit einigen Tagen das Kamel zu ihrem neuen Lieblinstier erkoren hat. Fuer den Kamelritt suchte sie sich extra ihren Liebling (das juengste Tier) aus. Sie hat das arme Tier mit ihrer ungebremsten Leidenschaft wohl etwas ueberfordert. Ihr Kamel war das Einzige, dass wuetend schnaubte als seine Reiterin es am Kopf streicheln wollte. Wer weiss, was vorgefallen ist, als Ina mit ihrem Kamel kutz zurueck blieb... - Nur die Wueste war Zeuge. Das Kamel duerfte aber Gott sei Dank ueber natuerliche Instinkte verfuegen, die es vor uebertriebener Tierliebe schuetzen.
Bei den Kamelen handelt es sich eigentlich um Dromedare, Kamele gibt es nur in der Sahara und in der Wueste Gobi. Aber Kamele klingen halt werbewirksamer als Dromedare, deshalb laeuft auch hier in der Wueste Thar alles unter dem Namen Kamel-Tour. Versuchte Ina zu troesten, in dem ich meinte, dass ein "echtes Kamel" ihre Liebe wohl besser wertschaetzen wuerde.
Nicoles Kamel-Fuehrer, ein ca. 10-jaehriger Junge, war ganz begeistert von ihr. Setzte sich beim Rueckweg zu ihr auf das Kamel, anstatt es vom Boden aus zu fuehren. Am meisten freute uns aber der Spitzname "Pinky", den er ihr gab.
Nach dem Dinner (Nicole, Caro und ich haben uns zum Essen Radler gemixt, machen wir seither fast jeden Tag) im Resort sind wir mit dem Kamel-Wagen in die Wueste gefahren, um dort zu schlafen. Haben uns im Spass ueberlegt, weche Taktik wir, waeren wir in der Wueste "ausgesetzt", anwenden wuerden, um wieder zurueck zu finden. Der Fahrer des Kamel/Wagens schlief aber eh nur ein paar Meter von uns entfernt.
Nachts gibt es in der Wueste irrsinnig viele Mistkaefer, endlich Biene Majas Freunde live gesehen. Haben vor dem Schlafengehen noch Schlager wie "Cafe Oriental", "Es lebe der Sport", "Schuld war nur der Bossa Nova", "Sehnsucht nach Florenz" und zum Abschluss alle gemeinsam "I am from Austria" gesungen. Kann nur wieder mal betonen, wie extrem (unfreiwillig) lustig Schlagertexte sind. Na gut, die anderen in der Naehe schlafenden Touristen haben das vielleicht etwas anders empfunden.
Die Wueste ist auch nachts sehr schoen, habe noch nie an einem so romantischen Ort geschlafen, und das mit drei Freundinnen (na super)... Die Wueste ist in der Nacht weniger kalt als sehr windig, erst so ab 3:00 wurde es durch den staendigen Wind recht kuehl. Der Sternenhimmel war allerdings spektakulaer. Wegen des sehr starken Winds konnten wir alle aber nur sehr wenig und schlecht schlafen.
3.6.2006
Heute frueh losgefahren und mit unserer Tour durch Rajastan begonnen. Innerhalb von 10 min hat Caro den Fahrer schamlos angebraten: "Are you married? Do you miss your wife?" Nur der Umstand, dass der Dachgepaecktraeger kaputt war, und Caro so durch den auf ihrem Schoss stehenden Rucksack "an den Sitz gefesselt war", rettete den armen Inder vor koerperlichen Uebergriffen Caros. Der sichtlich verstoerte Fahrer war die naechsten h auffaellig ruhig.
Caro haette mal lieber ein paar h gewartet, da trafen wir naemlich auf dankbarere Opfer. Sind in einem kleinen Dorf stehen geblieben, um einen Dachgepaecktraeger zu kaufen (Caro hatte sich zwischenzeitlich etwas beruhigt, so dass sich der Fahrer in Sicherheit wiegte). Sofort bildeten sich rund um unser Auto, ein paar Meter vor unserem Auto und auf einem Balkon auf der gegenueberliegenden Strassenseite Menschentrauben aus maennlichen Indern. Auch aus allen Geschaeften, allen vorbei fahrenden Fahrzeugen und von allen vorbei gehenden wurden wir angestarrt. Diese Reaktion erstaunte sogar Caro, und hielt sie von weiteren Flirtversuchen ab.
Mir ist schon klar, dass wir vier natuelich total super und huebsch sind :-) aber kann echt nicht nachvollziehen, warum vier weisse Maedels gar so interessant sind. Die Inderinnen sind ja auch recht huebsch, v.a. wenn man bedenkt, wie unhuebsch die maennlichen, zu 90 % Schnauzbaerte tragenden, Inder sind...
Die Kinder stehen tatsaechlich auf Kulis (konnten's ja bis zuletzt kaum glauben), anfangs kamen wir uns beim Verteilen der Werbekulis ja schon komisch vor, die kids freuen sich aber echt darueber.
Abend nach dem Besuch des Havelis eines Opiumhaendlers (die werden dort in alten Zeiten wohl recht arge Parties gefeiert haben), das erste Mal richtig gehandelt - eine Oellampe von 500 auf 300 Rupien runtergehandelt.
Das Hotel in dem wir geschlafen haben, ist auch ein ehemaliges Havelis (Haveli heisst "Haus, durch das der Wind weht" - wichtig im heissen Indien, und kann man sich als Stadt Palais reicher Buerger vorstellen). Haben sehr romantisch im Hof unter dem Sternenhimmel zu Abend gegessen.
Dann noch Uno gespielt, habe dabei eine neue Taktik entwickelt: einfach so lange spielen, bis die anderen uebermuedet sind. Funktioniert, habe hintereinander die beiden letzten Partien gewonnen. Hatten sehr viel Spass, Ina wollte z.B. Mal die Farbe "blau gelb" waehlen. Wir hatten echt schon Bauchweh vor Lachen.
4.6.2006
Weiterfahrt nach Bikaner. Lange heisse Fahrt mit dem Auto. Lustig aber, dass Ina (das Steierer-Maedel) und Nicole (die ihre Sommer jahrelang bei ihrer Oma auf dem Land verbracht hat) die Schafe und Ziegen am Wegesrand nicht voneinander unterscheiden konnten. In Indien gibt es den Beruf des Hirten wirklich, man sieht viele Jungen und Maenner mit ihren Tieren umherziehen.
Sind erst am spaeteren Nachmittag angekommen und dann durch das Rote Fort "gehetzt" worden, war nicht so prickelnd. Wurden das erste Mal nicht nur angestarrt, sondern auch fotografiert. Inder haben sich auch gemeinsam mit uns fotografieren lassen. Auch als wir anschliessend im Museumscafe was trinken waren, wurden wir von allen angestarrt und fotografiert (kein unbeobachteter Moment um das wirklich eklige Zitronen-Wasser ins Gras zu schuetten).
Haben abends noch zwei alte Palaeste (heute Hotels) besichtigt. Innen im typischen Kolonialstil eingerichtet und voll von Jagdtrophaen - habe noch nie so viele tote Tiere an einer Wand haengen sehen. Man konnte sich vorstellen, dass hier ein Agatha-Christie-Krime spielen koennte.
5.6.2006
Waren wieder recht lange mit dem Auto unterwegs (bei der Hitze trotz Klimaanlage recht anstrengend) um nach Khuri in der Wueste Thar zu fahren. Am Weg dorthin wurde Caro vom Verkaeufer des stark ueberteuerten Souvenirshops eines Restaurants (ich betrete solche Laeden erst gar nicht, aber Caro ist halt sehr hoeflich und kann nicht nein sagen) auf sehr eigenartige Weise angebraten. Er zeigte ihr Seiten aus einem "Kamasutra-Buch", auf denen entweder eine weisse Frau mit einem Inder schlief oder sich ein Mann oder eine Frau gerade mit einem Hund vergnuegt! (im echten Kamasutra kommt meines Wissens nach ja keine Sodomie vor, wuerde mich zumindest sehr wundern). Ina konnte sich nur mit den Worten: "Ich bin nicht verheiratet, ich darf solche Bilder nicht sehen," retten.
Die Wueste Thar war dafuer total beeindruckend. Klingt jetzt bloed, aber habe noch nie so klassisch sandfarbenen Sand gesehen. Sand fuehlt sich auch toll an, sind blossfuessig die Sandduenen runtergelaufen (und raufgekrochen). Sind touri-like mit Kamaelen in die Wueste geritten, war aber schoen. Auch spannend mit den Kamel-Fuehrern zu sprechen: Die meisten Leuto dort koennen weder Lesen noch Schreiben, koennen sich daher keinen Job in der Stadt suchen und sind daher vollkommen von ihren Tieren abhaengig. Der Monsum war seit zwei Jahren nicht mehr dort. Am Tag bevor wir da waren, hat es allerdings geregnet, die Leute haen sich so gefreut, dass sie im Regen getanzt haben. Der Kamel-Fuehrer meinte auch, dass "people who can read" erzaelt haben, dass der Monsum heuer wieder kommen wird. "The local people" glauben dass auch, sie schliessen das aus dem Vogelflug etc.
Herbe Enttaeuschung fuer Ina, nachdem sie seit einigen Tagen das Kamel zu ihrem neuen Lieblinstier erkoren hat. Fuer den Kamelritt suchte sie sich extra ihren Liebling (das juengste Tier) aus. Sie hat das arme Tier mit ihrer ungebremsten Leidenschaft wohl etwas ueberfordert. Ihr Kamel war das Einzige, dass wuetend schnaubte als seine Reiterin es am Kopf streicheln wollte. Wer weiss, was vorgefallen ist, als Ina mit ihrem Kamel kutz zurueck blieb... - Nur die Wueste war Zeuge. Das Kamel duerfte aber Gott sei Dank ueber natuerliche Instinkte verfuegen, die es vor uebertriebener Tierliebe schuetzen.
Bei den Kamelen handelt es sich eigentlich um Dromedare, Kamele gibt es nur in der Sahara und in der Wueste Gobi. Aber Kamele klingen halt werbewirksamer als Dromedare, deshalb laeuft auch hier in der Wueste Thar alles unter dem Namen Kamel-Tour. Versuchte Ina zu troesten, in dem ich meinte, dass ein "echtes Kamel" ihre Liebe wohl besser wertschaetzen wuerde.
Nicoles Kamel-Fuehrer, ein ca. 10-jaehriger Junge, war ganz begeistert von ihr. Setzte sich beim Rueckweg zu ihr auf das Kamel, anstatt es vom Boden aus zu fuehren. Am meisten freute uns aber der Spitzname "Pinky", den er ihr gab.
Nach dem Dinner (Nicole, Caro und ich haben uns zum Essen Radler gemixt, machen wir seither fast jeden Tag) im Resort sind wir mit dem Kamel-Wagen in die Wueste gefahren, um dort zu schlafen. Haben uns im Spass ueberlegt, weche Taktik wir, waeren wir in der Wueste "ausgesetzt", anwenden wuerden, um wieder zurueck zu finden. Der Fahrer des Kamel/Wagens schlief aber eh nur ein paar Meter von uns entfernt.
Nachts gibt es in der Wueste irrsinnig viele Mistkaefer, endlich Biene Majas Freunde live gesehen. Haben vor dem Schlafengehen noch Schlager wie "Cafe Oriental", "Es lebe der Sport", "Schuld war nur der Bossa Nova", "Sehnsucht nach Florenz" und zum Abschluss alle gemeinsam "I am from Austria" gesungen. Kann nur wieder mal betonen, wie extrem (unfreiwillig) lustig Schlagertexte sind. Na gut, die anderen in der Naehe schlafenden Touristen haben das vielleicht etwas anders empfunden.
Die Wueste ist auch nachts sehr schoen, habe noch nie an einem so romantischen Ort geschlafen, und das mit drei Freundinnen (na super)... Die Wueste ist in der Nacht weniger kalt als sehr windig, erst so ab 3:00 wurde es durch den staendigen Wind recht kuehl. Der Sternenhimmel war allerdings spektakulaer. Wegen des sehr starken Winds konnten wir alle aber nur sehr wenig und schlecht schlafen.
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories