Dienstag, 5. September 2006
wieder Rio
Letzten Dienstag haben sich Nicole und ich noch einmal mit Ina und Hannes zum Abendessen und ja gut auch zum Cocktail Trinken getroffen. Der Kellner hatte wohl den Eindruck, dass wir schon jenseits von gut und boese sind, was moeglicherweise etwas damit zu tun hatte, dass wir gesungen haben. Die Gelegenheit wollte er dann fuer eine riesen Abzocke ausnutzen. Automatisch dazu gerechnetes Trinkgeld von 17 statt 10 % (automatische Addition von 10 % ist hier ueblich) und "Rechenfehler" beim Zusammenzaehlen der Rechnungssumme und dem Trinkgeld. Hat einen kleinen Ueberschuss zu Gunsten des Kellners von ca. 80 Euro ausgemacht. Also, so ein dreister Abzockversuch ist weder mir noch einem der anderen Anwesenden schon mal untergekommen. Als wir den Mochtegern-Trickbetrueber dann darauf hingewiesen haben, hat sich dieser nicht mal entschuldigt, sondern nur grinsend etwas von "Mistake" gefasselt. Als wir ihm natuerlich das gesamte Trinkgeld gestrichen haben, hat er dann ganz ohne Genierer noch dreimal nachgefragt "No service?" Grrrr. Echt eine totale Sauerei!!!

Am naechsten Tag sind Nicole und ich dann nach Buzios, ehemaliges in den 60-igern von Bridget Bardot entdecktes Fischerdorf, daraufhin jetzt natuerlich Touristenort, gefahren. Ziemlich suess, habe wieder mal sehr viele Fotos gemacht. Am ersten Tag hatten wir auch gutes Wetter und sind an den Strand gegangen, am zweiten war die Witterung leider nicht so toll, sind im Ort herumgestreunt. Einen Tag lang o.k., laenger waer´s aber fad geworden.

Samstags sind wir dann wieder zurueck nach Rio gefahren. Am Sonntag Vormittag haben wir dann die Gelegenheit der momentan guten Sicht genutzt, und sind endlich zum Christ raufgefahren, wurden ja inzwischen schon jeden Tag gefragt, ob wir nicht endlich oben waren. Danach waren wir, wie schon letzten Sonntag, wieder am Hippie Markt, keine Sorge sind nicht zu Batik tragenden Esoterikern mutiert - auf diesem Markt kann man nicht nur Accessoires fuer Alt 68er erwerben. Am Abend ist dann auch Ina wieder zu uns gestossen, die die letzte Woche ja mit Hannes verbracht hat. Sind dann, auch wieder wie bereits letzten Sonntag, wieder in die Casa Rosa gefahren.

Heute ist´s leider wieder total verregnet, deshalb konnten wir auch nicht unsere ersten Schritte als Surfer wagen (Wellen zu hoch fuer blutige Anfaenger wie uns). Wir hoffen jetzt auf morgen. Drueckt uns die Daumen, waere echt nett, wenn das morgen klappen wuerde.

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Montag, 28. August 2006
Brasilien
Sind letzten Sonntag in der Frueh in Rio angekommen und dann mittags mit dem Bus gleich weiter nach Foz de Iguacu zu den Wasserfaellen gefahren. 22 h Fahrt, weniger schlimm als erwartet, aber die Klimaanlage hatte ein aehnliches Niveau wie jene in mexikanischen Busen - wir sprechen hier also von wenig mehr als 10 Grad und starker Zugluft. Schliesslich konnten wir - gewandet in Snowboardjacken und Handschuhe - dem Fahrer doch noch verstaendlich machen, dass wir (und auch die anderen Fahrgaeste trugen ihre Wollhauben wohl nicht zum Spass) frieren, worauf er dann doch erbarmen zeigte und die Heizung anwarf.

Die Wasserfaelle fuehten zwar nicht so viel Wasser, von ¨no water¨ - Schreckensmeldung diemomentan zw. in Suedamerika reisenden Backpackern verkuendet wird, kann jedoch keine Rede sein. Habe jedoch auch mit niemanden gesprochen, der die Faelle ohne Wasser gesehen hat, dass ist dann immer der Cousin oder ein Freund, der kurz danach da war...

Sicherlich, waeren die Faelle noch beindruckender, wenn alle ¨in Betrieb¨ waeren, und wenn es moeglich gewesen waere mit einem Boot bis direkt zu den Faellen zu fahren. Muss sagen, dass ich trotzdem sehr begeistert war und wir uns alle einig sind, dass sich der Aufwand (zur Erinnerung zwei mal eine 22 h Busfahrt) gelohnt hat. Und das muss schon was koennen, wenn sich sowas lohnt...





Die Rueckfahrt war dann zum Glueck weniger freezing, waren dennoch recht muede als wir Mittwoch Abend wieder in Rio ankamen und die einzige Aktivitaet, zu der wir uns noch aufraffen konnten, war Essengehen.

Am naechsten Tag haben wir uns, kulturbeflissen wie wir nun mal sind, aber dann der Stadt gewidmet, und wie kann man das Lebensgefuehl einer Metropole am besten in sich aufnehmen? Richtig, wir waren shoppen. Viele Boutiquen und weniger teuer als erwartet (Brasilien ist das teuerste Land Suedamerikas - aber fuer uns eben immer noch relativ guenstig). Abend waren wir dann im ¨00¨ - Club heisst Zero Zero, schreib ich mal dazu, da die Nullen hier recht komisch aussehen. Endlich wieder mal House! Auch lecker Sushi und Cocktails von Letzteren hat Nicole leider zu viele genossen - sie war auch noch den groessten Teil des naechsten Tages ausgenockt. Die weiteren Vorkommnisse des Abends, Highlight Nicoles Outing als famous folk singer, wurden bereits auf Inas Blog dargelegt.

Am naechsten Tag haben sich also nur Ina und ich als Shopping-Maeuse betaetigt, Nicole ist dann erst zum Dinner zu uns gestossen. Samstags hat Ina uns dann in aller Fruehe verlassen, um Hannes vom Flughafen abzuholen (hier ganz liebe Gruesse an die Beiden). Nicole und ich mussten dann erstmals umziehen in´s Girl´s dorm (hatten bisher ein Dreierzimmer) - Gott sei Dank nur noch ein weiteres Maedel im Zimmer, geht sich dann mit dem Gepaeck grade so aus - Nicole und ich okkupieren jeden freien Quadratcentimeter. Ja, dann waren wir wieder einkaufen (Nicole hatte am Vortag ja aussetzen muessen). Bevor ihr uns fuer total verrueckt haelt, wir stoebern sehr viel, kaufen aber pro Tag nur ein, zwei Stueck und kein haemisches Grinsen auch eure Mitbringsel muessen ja schliesslich irgendwann besorgt werden.

Nachmittags dann endlich mal am Strand (Ipanema), Wetter hat vorher nicht mitgespielt. Wir hatten jedoch nicht bedacht, dass die Sonne schon so um 18:00 untergeht, sehr viel Zeit hatten wir also nicht mehr, da wir ja erst um halb vier gekommen sind. So schlimm aber auch wieder nicht, da sich gleich hinter uns einige ¨Hausmeistertypen¨ zum Grillen getroffen haben, was sie auch biertrinkend und laut groellend feierten.

Wir wurden kurz hintereinander fuer Englaenderinnen und dann fuer Brasilianerinnen gehalten, so schnell kann man gar nicht braeunen. Aber den Jungs ins´s Stammbuch, Maedels als Brasilianerinnen zu bezeichnen kommt besser, als sie fuer Englaenderinnen zu halten. Nur leider waren alle Verehrer halt sehr naja - einer Inder (ich sag nur Parantha Fresser) und der andere ein haesslicher Brasilianer, ja, auch sowas gibt´s. Der Inder haengt auch immer im Hostel rum, und wusste schon, dass wir auch dort wohnen, abends wusste er, dass wir uns am Nachmittag FlipFlops gesucht haben... Man kommt sich schon etwas observiert vor, aber Ipanema ist halt irgendwie auch nur ein Graetzel.

Abends waren wir dann in einem fuer Brasilien typischem Grillrestaurant, riesiges Buffet mit Beilagen inkl. Sushi! und die Kellner laufen die ganze Zeit mit frischem Fleisch vom Grill herum. Nicole hat dafuer gesorgt, dass der Beef-Kellner staendig in Bewegung bleiben musste. Aber auch ich habe mich nicht nur von Sushi ernaehrt - ein groesseres Kompliment kann ich dem Barbecue gar nicht machen.

Gestern waren wir dann tatsaechlich laufen. Nicole kuendigt ja schon seit Monaten an, dass sie in Rio laufen gehen wird. Na Pech gehabt, ich hab sie beim Wort und in die Pflicht genommen. Sind dann von Ipanema zur Copacabana und retour gejoggt bzw. zeitweise auch gewalkt. Die Copacabana, ist ja nicht nur dank des EAV Liedes der beruehmteste Strand der Welt, aber Ipanema ist schon huebscher. Seltsam, dass dann nicht Ipanema, dass ja im wahrsten Sinne des Wortes gleich um´s Eck liegt, beruehmter ist.

Nachmittags waren wir dann wieder am Strand, dieses mal aber ohne grillende Hausmeister-Fraktion. Abends waren wir dann noch in einem Sambaclub mit dem anderen Maedel aus unserem Zimmer und den Besitern des Hostels, die uns ganz lieb mit dem Auto hin- und auch wieder heimgebracht haben.

Zum Abschluss noch ein Foto von den Anden, dass ich beim Flug von BA nach Santiago gemacht habe. War sehr super bei guter Sicht ueber die Anden, von denen ich wirklich sehr begeistert bin (weiss eh, dass ich´s schon oft hier gesagt habe), zu fliegen.

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Sonntag, 20. August 2006
nochmal Santiago
Bin nach sehr kurzer Nacht zurueck nach Santiago geflogen - noch bis nach drei in der Hostel Bar gewesen, musste in der frueh nach nur drei ein halb h Schlaf im dunklen Zimmer, die anderen haben ja noch geschlafen, total uebermuedet und noch leicht schwindlig vom Alkoholkonsum des Vorabends meinen Rucksack gepackt -am Tag davor hatte ich echt ueberhaupt keine Lust zu packen. Aber super Flug ueber die Anden, hatte einen Fensterplatz und hab wieder mal wie verrueckt fotografiert. Muss schon sagen, dass ich die Anden sehr beindruckend und "ueberhaupt super" finde. In Santiago hab ich mich dann wieder mit Nicole und Ina getroffen, und heute nacht um halb eins geht's weiter nach Rio, sind alle schon sehr gespannt auf Brasilien.

Naechstes Mal wieder mehr, hab mich nur kurz gemeldet, damit sich niemand Sorgen macht, uns drei geht's sehr gut.

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Freitag, 18. August 2006
letzter Tag BA
So langsam neigt sich mein letzter Tag in Buenos Aires seinem Ende zu. War heute mit einem der Jungs aus BA, die ich in Mendoza kennengelernt habe, in Palerm0, einem der wohlhabenden Bezirke hier. Schoene Parks etc. Lustig zu beobachten, wie man als Frau von Maennern unterschiedlicher Nationalitaeten behandelt wird. Hier sehr traditionell, der Typ hat mich sowohl vom Hostel abgeholt als auch wieder sicher zurueck gebracht - halb fuenf am Nachmittag, Hostel im Zentrum, handelt sich also nicht um eine "Gefahrenzone". Bin aber auf jeden Fall wieder sicher zurueck und warte jetzt darauf, dass Rachel aus der Stadt zurueckkommt (konnten uns nichts Fixes ausmachen, da wir beide nicht wussten, wie lange wir brauchen wuerden), um unser beider letzten Abend in BA zu verbringen, auch sie faehrt morgen. Morgen Vormittag fliege ich dann nach Santiago, um mich mit den anderen Maedels zu treffen und dann, Samstag nacht, weiter nach Brasilien zu fliegen.

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immer noch BA
Es ist jetzt kurz vor 3 Uhr nachts Ortszeit, ich war vorher auf der sogenannten ¨Tango Experience¨ des Hostels, das heisst man wird zwei h lang in das Tango Tanzen eingefuehrt, geht dann Essen und anschliessend in ein Tango Lokal. Muss sagen war ganz nett, ist fuer uns Maedels eigentlich recht einfach, man laesst sich einfach nur vom Mann fuehren, wobei man schon sagen muss, wenn der Typ das nicht kann, wie die meisten der vielen Englaender hier im Hostel, ist das schon etwas muehsam (Jungs, wenn ihr eine Frau ¨fuehren¨ wollt, ist es schon hilfreich, wenn ihr wisst wohin). Ich kann also nur empfehlen, sich fuer derartige Aktivitaeten an einen Einheimischen, und es gibt schon auch ganz suesse Argentinier, zu wenden. Wie gesagt ist aber eigentlich nicht so schwer, das woran man bei Tango denkt, gibt es eigentlich nur in den sogenannten Tango Shows, die Normalsterblichen (also nicht nur wir Touris) schieben mehr so rum, na o.k. sie schieben relativ anmutig. Uebrigens waren ca. 50 % der Tanzenden gays, war frueher ein rein homosexuelles Lokal und ist jetzt offen fuer alle. Haette den Suedamerikanern gar nicht zugetraut, so offen damit umzugehen. Na, auf jeden Fall bin ich jetzt zurueck und einfach noch nicht muede genug, um zu schlafen.

Montags waren wir (Rachel und ich) am Friedhof in Recoletta. Sehr schoen, aehnliche Mausoleen wie am ¨Cimetière du Père Lachaise¨ in Paris, aber nicht ganz so ¨eng bebaut¨. Eine richtig kleine Totenstadt inkl. Strassenlaternen! Hier duerften die Leute auch etwas mehr Respekt vor den Toten haben, die meistne Grabanlagen wirken recht gepflegt und vor allem habe ich kein einziges aufgebrochenes ¨Haeuschen¨ entdeckt, in dem irgendwelche Grufties im Zuge diverser naechtlicher Aktivitaeten Muell inkl. Unterwaesche (in Paris mehr als einmal gesehen) hinterlassen haben.

Gestern haben Rachel und ich, ganz brave Touris, eine Stadtrundfahrt gemacht und abends waren wir mit einem Deutschen in einer Tangoshow. Die Tanzvorfuehrungen machten zwar nur einen relativ geringen Teil des Abends aus und waren auch nicht sonderlich spektakulaer, die live vorgetragenen Musik hat das aber mehr als ausgeglichen.

Heute habe ich eine ziemliche Odysse hinter mehr, Ziel meiner Bemuehungen war es Tickets fuer unsere Busfahrt von Rio nach Iguacu zu bekommen. Reservierung per Internet war
absolut unmoeglich. Ich bitte also an der Rezeption des Hostels fuer mich bei der im
Internet angegebenen Nummer (buchen Sie per Telefon ohne das Haus zu verlassen und zahlen sie bequem per Kreditkarte) anzurufen, da ich mir das mit meinen
Spanischkenntnissen nicht zutraute. Erste
Ueberraschung die Nummer gibt es nicht. Der
Rezeptionist fragt in dem dem Hostel angeschlossenen Reisebuero nach der richtigen Nummer.

Erster Anruf: er erklaert was ich brauche, und sagt mir schon, waehrend er auf ihre Antwort wartet, "sie ist nicht hoeflich"
und tatsaechlich nachdem sie ihn ca. 1 min warten laesst, legt sie einfach auf. Die haben hier teilweise ein ganz eigenes Verstaendnis von Kundenservice. Weiteres Bsp zum eigenwilligen Servicegedanken, wir sind heute abend vom Hostel aus in die Stadt gefahren, Taxler bekam vom Rezeptionisten eine Voucher als Bezahlung (Taxiunternehmen und Hostel haben wohl einen Vertrag), die der Taxler auch nicht beanstandet hat. Als wir aussteigen wollen, will er Geld von uns. Hat sich wohl gedacht, die dummen Touris kann er leicht besch..., aber nicht mit uns. Sind einfach ausgestiegen als er auf unsere Erwiderung er haette ja bereits die Voucher, den Zettel theatralisch zerknuellt hat und siehe da auf einmal war's o.k. und er ist weitergefahren und hat uns nicht weiter belaestigt.

Aber zurueck zu meiner Ticketreservierung. Zweiter Anruf: sie legt zwar nicht auf, meint aber, dass das nicht geht via Telefon (so viel zu "ohne das Haus zu verlassen").

Also sind Rachel und ich, sie musste Gott sei dank auch zum Bus Terminal dorthin gepilgert. Eher am Stadtrand, ein Stueckchen nach einer U-Bahn-Endstation. Pluma International befindet sich dann wiederum an
Ende des ziemlich grossen Terminals. Nach einer geraumen Wartezeit, vor uns war offenbar ein Reisebuero-Typ dran. Konnte ich endlich meine Reservierung machen, entgegen meinen Erwartungen haben meine Spanischkenntnisse ausgereicht - sie hat
lediglich dreimal nachgefragt, ob ich wirklich nur von Rio nach Iguacu moechte (ist wohl sehr ungewoehnlich eine Fahrt mit einem anderen Ausgangsbpunkt als BA zu
buchen). Bin auf jeden Fall stolz, diese Herausforderung doch noch gemeistert zu haben.

Morgen ist mein letzter solo Reisetag. Muss sagen, dass ich mich zwar auf die Maedels freue, das Reisen alleine aber schon intensiver ist, sprich wenn man sich nicht in seinem gewohnten sozialen Umfeld bewegt bzw. dieses ¨mit sich fuehrt¨ ist man schon offener, lernt mehr Leute kennen und geht, denke ich, auch auf das fremde Land offener zu. Klingt jetzt etwas pathetisch, ich weiss. Will damit sagen, dass es nicht nur ganz o.k. ist, alleine zu reisen, sondern es eine andere, intensivere Art zu reisen ist und ich mir das ¨nicht nur wieder mal vorstellen kann¨ sondern ich das auf jeden Fall wiederholen moechte.

So, und jetzt wuensche ich euch allen eine Gute Nacht.

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Montag, 14. August 2006
Fotos
Sitze gerade in einem Internetcafe und kann endlich wieder Fotos von meiner Kamera runterladen (auf meiner Speicherkarte war nur noch Platz fuer vier weitere Fotos). Im Hostel ist das leider nicht moeglich.

Danach gehe ich mit Rachel, einer Australiering aus meinem Zimmer, nach Recoleta, um den Friedhof zu sehen, auf dem hier die Reichen und Beruehmten begraben sind - mal schaun ob Evita hier aehnlich enthusiastische Fans hat wie Jimmy in Paris (ich erinnere nur an Joints und ofilme die dem Guten quasi als "Opfergaben" auf's Grab gelegt wurden).

Bin gestern schon in San Telmo (eine Art "Tango Bezirk" mit grossem Strassenmarkt am Sonntag) und im City Center rumgelaufen - und ja ich habe auch schon eingekauft. Nur Jacken eine Jeansjacke, eine Sweaterjacke (die mitgebrachte beginnt sich an den Aermeln aufzuloesen) und ja natuerlich auch eine Lederjacke, die kann ich aber erst morgen abholen, da ich sie mir quasi auf den Leib schneidern lasse (schmaelere Schultern etc.). Die haben hier richtig tolle Sachen, wie halt in einer Stadt dieser Groesse, nur halt sehr viel guenstiger - dem kann ich leider nicht widerstehen.

Auch abgesehen von den Einkaufsmoeglichkeiten handelt es sich bei Buenos Aires um eine der besten Staedte, in denen ich bisher war. Kann schon verstehen, warum jeder so schwaermt. Leute, ihr werdet euch durch viele Fotos kaempfen muessen. :-)

Apropos Fotos:

Penitentes, dort waren wir Skifahren, sehr schoene Landschaft



Aber, wie bereits gesagt, furchtbares Hostel und da wir uns, als die Lifte geschlossen waren, nirgends sonst aufhalten konnten, fuehlten wir uns doch etwas wie im Gefaengnis - wobei wie ich ja durch Gefaengnis "Bisichtigungen" im Rahmen von Soziologie-Lehrveranstaltungen weiss, im Knast hat man mehr Platz... - haben daher eine Wand im Hostel entsprechen dekoriert, nach diesem Foto haben wir auch noch eine moeglichst leicht bekleidete Schoenheit aus meiner "Cosmopolitan" aufgehaengt.



Das Steaks-Foto, wie man sieht, soviel Fleisch laesst die Jungs auszucken.



Und hier noch ein paar Fotos aus Buenos Aires







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Sonntag, 13. August 2006
Buenos Aires
Bin gerade in Buenos Aires angekommen, bin ueber Nacht mit dem Bus von Mendoza nach BA gefahren. Cordoba, ich hatte ja eigentlich geplant zw. Mendoza und BA dorthin zu fahren, ging sich aufgrund des Skifahrens nicht mehr aus. Sorry Claudia, werde dir keinen Reisebericht geben koennen, du kannst mir aber dann dafuer berichten, was ich versaeumt habe.

Freitags haben wir es wieder nicht geschafft, Steakessen zu gehen. Haben uns wie immer in Mendoza (hier war es richtig fruehlingshaft warm) vor dem Essen mit einer Flasche Wein auf den Balkon gesetzt und Kieran und ich haben uns total verquatscht. Wollten eigentlich so um 10 los - hier isst man viel spaeter zu Abend als bei uns - sind dann erst kurz vor 1 los, das war die letzte Deadline, die uns der hungrige Jay gegeben hat. Er hat dann in einer Bar doch noch sein Steak bekommen, fuer in als Amerikaner war es in der Bar aber viel zu verraucht, um zu essen, ganz gluecklich war er also trotzdem nicht. Kieran und ich wollten dann noch in einen Club, die liessen aber nur mehr Maedels rein, also doch wieder zurueck in das Hostel am anderen Ende der Stadt (haben wahrscheinlich mehr Geld fuer die Taxis als fuer den Rest des Abends bezahlt). Bis wir dann wirklich schlafen gegangen sind, war es dann aber doch wieder 5.

Gestern sind wir dann nochmal in Mendoza herumgestreunt und waren endlich Steakessen. Foto der riesigen Fleischteile wird nachgereicht und nein, ich habe nicht geschafft alles aufzuessen - Kieran auch nicht (frustrierend als Mann), Jay konnte aber sogar noch einen Teil meiner Reste und ein Pizzastueck vernichten - daran war sehr leicht zu erkennen, wer der US Amerikaner am Tisch war. Zur Info an die Maedels, die Steaks waren so gross wie bei Nicoles Tante und mindestens doppelt so dick...

Dann ging's an's Abschiednehmen, da wir alle unterschiedliche Ziele haben. Am bloedesten fuer Jay, der muss morgen schon wieder arbeiten. Wir anderen haben noch Urlaub. :-)Fuer's Protokoll, bevor falsche Vermutungen angestellt werden, es handelte sich bei unserer Reisegemeinschaft nicht um einen Suendenpfuhl - habe mit keinem der beiden ¨etwas gehabt¨.

Ja, und jetzt bin ich nochmal fuer fuenf Tage ¨alleine¨ unterwegs, ist tatsaechlich wieder eine Umstellung. Habe mir aber extra ein sehr ¨soziales¨ Hostel ausgesucht (Barbereich, gemeinsames Probe-Tangotanzen etc.) - mein Bedarf an ¨Einzelgaengertum¨ ist immer noch gestillt (habe ja nach 2 mon non stop Begleitung auch nur 2 1/2 Tage fuer mich alleine gebraucht). Freue mich auch schon darauf, wieder mit den Maedels unterwegs zu sein. Fuer's erste freue ich mich aber darueber in Buenos Aires, einem meiner Reisehighlights, zu sein.

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Samstag, 12. August 2006
Zurueck in Mendoza
Damit's auch die wissen, denen ich noch kein Email geschrieben habe, bin wieder heil zurueck von den Anden.

Wollten ja montags Abend um 6 losfahren, haben aber ganz knapp den Bus verpasst. Also nochmal zurueck in's Hostel mit unserem ganzen Gepaeck (drei Leute, die Skifahren bzw. Snowboarden - die Ski standen beim Rueckfenster raus). Haben dann eine 1 1/2 l Weinflasche vernichtet und sind nochmal "All you can eat" Essen gegangen. Sind dann am naechsten Tag um 6 (Wecker um halb sechs - schnell rein in's gleiche Gewand wie gestern (Koffer schon gepackt), ich schlief sogar mit Kontaktlinsen) damit wir nicht viel vom Tag versaeumen.

Schifahren ging ganz gut, hab's schnell wieder gelernt, ging wirklich so erste Abfahrt Kurven im Schneepflug, zweite Abfahrt Heben eines Skis und dritte Abfahrt wieder "normale Kurven". Hab mich sogar getraut, auch abseits der Piste zu fahren - na gut, nur wenn die Jungs die Strecke schon kannten und zumindest einer voraus gefahren ist - aber immerhin.

Das Hostel in dem wir waren, war sehr "naja", drei Badezimmer eines davon hatte am ersten Tag eine total verdreckte Toilette und ab dem zweiten Tag war das entsprechende Klo mit Klebeband zugeklebt! Seit unserer Ankunft bis zu unserer Abfahrt (drei Tage) stand in der Kueche ein Topf mit einem Gemisch aus Reis und sonstwas, man konnte jeden Tag sehen, wie sich die Konsistenz veraenderte, habe mich abends immer davor gefuerchtet, dass wir das zu essen bekommen (Dinner war inkludiert). Apropos Abendessen haette es eigentlich um 9 gben sollen, am ersten Abend war's fuenf vor zehn und am zweiten war's elf. Am dritten Tag hat Kirian zehn vor nun gefragt, wann's essen geben soll, Antwort in zwanzig min - es hat noch ueber eine h gedauert. Was war so kompliziert - ungewuerzte Polenta mit Tomatensauce. Besonders bitter, da wir an diesem Abend bereits zurueck in Mendoza sein und in ein Steakhouse gehen wollten...

Das war noch so eine Sache, eigentlich wollten wir ja gestern um 5 zurueck fahren, uns wurde jedoch gesagt, dass der Bus bereits voll ist, drei spaeter kommende Argentinier konnten aber noch mitfahren. Wir waren - trapped in this f... Hostel - gelinde gesagt, leicht frustriert.

Auch mit dem Skifahren hatten wir, abgesehen vom ersten Tag, ziemliches Pech. Mittwochs waere ein super Tag gewesen - Neuschnee in der Nacht, Sonnenschein, kein Wind - nur leider waren aus unersichtlichen Gruenden alle Lifte geschlossen. Donnerstags durfte man ab mittags wieder Skifahren, schoen viel Schnee aber sehr windig und aufgrund des relativ starken Schneefalls eine eher bescheidene Sicht.

Trotzdem hat es sich eigentlich ausgezahlt hinzufahren, das Skifahren (wenn den moeglich) war gut und allein die Fahrt mit dem Bus war atemberaubend. Auch die Landschaft im Skigebiet (in den Anden auf 5.000 m) war sehr schoen. Wir sind uns auch, obwohl wir sehr viel Zeit in unserem 8 qm Zimmer verbracht haben, nicht auf die Nerven gegangen und hatten durchaus unseren Spass - sehr Schulskikurs-maessig - hatten uns Wein und Suessigkeiten mitgenommen und sind taeglich in den einzigen Supermarkt im Ort gepilgert um weitere Schokolade (genauer gesagt kleine Milka Tender artige Schokokuechlein) und weiteren Wein zu kaufen.

Caro: habe weitere Leute mit Sudoko in Kontakt gebracht. Haben auch "Wettkaempfe" (wer ist schneller fertig) veranstaltet, ich habe natuerlich alle gewonnen. Naja, nicht schwer, die beiden haben's gerade erst probiert, ich mach's schon ein Monat und "ausserhalb der Wettkaempfe" loese ich nur noch Sudokos des hoechsten in meinem Buch vorhandenen Levels. :-)

Heute um zwoelf konnten wir dann endlich zurueck fahren. Ich habe schon meine Leihskis etc. zurueckgebracht - und musste nichts fuer den zusaetlichen Tag (haette die Sachen spaetestens heute frueh zuruckbringen sollen) bezahlen. :-) Wein (der ist hier in Argentinien wirklich lecker) ist auch schon besorgt und spaeter gehen wir endlich in's Steakhouse (wird mein erstes argentinisches Steak). By the way: danke Nicole und Caro, dass ihr mich auf den Geschmack gebracht habt.

Liebe Gruesse an alle. Ganz besonders natuerlich an die wiedergenessene Ina.

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Montag, 7. August 2006
Skifahren
Hatte ja eigentlich nicht vor Ski zu fahren, aber nachdem ich mir beim Anblick der Berge schon beim Trekking letzten Sonntag gedacht habe, dass es nett waere wieder mal schizufahren. Jeder hier (egal ob in Chile oder Argentinien) sagt, dass ich hier unbedingt schifahren muss und mir die Jungs seit zwei Tagen zusetzen. Nicht zu vergessen, dass es hier um einiges billiger ist als zu Hause und verdammt nochmal im Winter in den Anden nicht schizufahren waere einfach echt bloed. Habe ich mich heute "frueh" um 12 (naja zumindest war's beim Fruehstueck - sind gestern auch wieder bis halb drei aufgeblieben) doch noch ueberzeugen lassen, mit den Jungs in die Berge zu fahren. Sie sind vorgewarnt und wissen, wie lange ich schon nicht mehr Ski gefahren bin, also koennen sie sich spaeter nicht beklagen.

Daher weiss ich nicht, ob ich die naechsten drei Tage Gelegenheit habe, das Internet zu nutzen. Wenn ich mich erst freitags melde, ist das also kein Anlass zur Sorge sondern liegt nur am fehlenden Internetzugang.

Drueckt mir die Daumen, dass ich meine schon halb vergessenen Faehigkeiten wieder entdecken werde (aber irgendwie ist das ja wohl wie Fahrradfahren). Auch wenn ich nicht so leicht zu ueberzeugen war, muss ich sagen, dass ich mich inzwischen schon richtig auf's Schifahren freue. Beim Ausborgen des ganzen Equipments ("the english guy" kann Gott sei Dank spanisch), kam echt schon Vorfreude auf. Naja, werde euch dann berichten, wie's wird.

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Mendoza
Wie schon am Titel ersichtlich bin ich inzwischen endgueltig in Argentinien angekommen. Als Nachtrag zur Besichtigung des Hauses von Neruda muss ich noch anmerken, dass die Frau, welche die Fuehrung machte, fuer ein dreiviertel Jahr in Oesterreich gelebt hat und den "Bier Jokel" (there's a funny "Beer Tschokel" in Klagenfurt) kennt - die Welt ist wirklich verdammt klein.

Am naechsten Tag bin ich dann nach Santiago gefahren und habe mich nochmal mit den beiden Maedels getroffen, die ich in Valparaiso kennen gelernt habe. Am naechsten Tag habe ich mich wieder mit Jay, dem Amerikaner der auch in Vina del Mar dabei war, getroffen, um nach Mendoza zu fahren - by the way Kommunikation ohne Handy (seines funktioniert hier nicht) ist ziemlich kompliziert, zw. Montag und Freitag haben wir 8 Emails und 3 handgeschriebene Nachrichten gebraucht. ... und in der "Vor-Handy-Zeit" hatten wir noch keine Emails.

Wir haben zwar fast den Bus versaeumt, sind dafuer aber gut ueber die Anden gekommen (kein Schneefall), und haben gleich in jenem Hostel eingecheckt, dass samstags einen Pizza-Aband veranstaltet. Naja, und getrunken haben wir natuerlich auch was. Sind erst kurz vor 7 schlafen gegangen.

Das Hostel war voll von argentinischen Maedels, die gelinde gesagt sehr begeistert von Jay waren. Spaeter haben sie mir erzaehlt, dass eine von ihnen bei unserer Ankunft gesagt hat, dass sie sowohl gute und schlechte Nachrichten hat. Die gute: ein Mann in unserem Zimmer. Die schlechte: er ist hier mit seiner Freundin. - ich bin eine schlechte Nachricht!!! Habe dann selten jemand gluecklicher gesehen, als eben dieses Maedchen, als ich ihr auf ihre Frage, ob wir zusammen sind, sagte, dass wir nur amigos und nicht nobios sind... Als wir uns dann alle am Tisch zuprosteten, war ihr Trinkspruch als sie in unsere Richtung sah "Fuer diese Nacht werde ich euch trennen" - Da wusste sie aber schon, dass zw. uns nichts laeuft. A really strange girl!Dumm nur, dass er nicht spanisch und sie nicht englisch spricht.

Die argentinischen Maedels waren generell wie Teenager, die Popstars anhimmeln. Im Hostel ist auch ein Englaender, von dem sie ebenfalls ganz begeistert waren. Er war frueher da, alle himmelten ihn an Orginalzitat: "We was in his room and we smoked and it was so exciting. But then yesterday when the other guy came..." Sie haben Jay auch als "Atomich Bomb" bezeichnet. - Die haben mir das wirklich so erzaehlt (ich hatte wirklich das Gefuehl mit Elfjaehrigen zu sprechen), und ich hab's den Jungs natuerlich bruehwarm weitergegeben - die Maedels dachten wohl, dass ich solidarischer bin, aber eine schlechte Nachricht pfeift auf Frauensolidaritaet.

Also Jungs, Argentinien waere definitiv ein lohnendes Reiseziel. Amerikaner und Europaer sind hier wirklich heiss begehrt.

Ich habe dafuer die Emailadressen von allen vier Jungs aus Buenos Aires, die gestern hier waren. :-)

Heute sind wir dann in Mendoza rumgelaufen und haben verbotenerweise Wein in einem Park getrunken, hier ist Trinken in der Oeffentlichkeit verboten. Wir sind also mit unseren Plastikbechern dagesessen und haben die Weinflasche in einer Schachtel versteckt. Dann mussten die Fans aber ihre Idole verlassen, um nach Hause zu fahren. Habe vorher aber noch ein super Foto gemacht, auf dem die Seltsame versucht Jays Tagebuch zu lesen und die anderen gerade um die Uebersetzung bittet. Der Computer hier ist aber leider viel zu alt und langsam, um Fotos hochzuladen.

Wir sind dann noch etwas in der Stadt rumgelaufen Plaza Independencia (der groesste Platz hier) etc. Abends war ich dann mit den beiden Herzensbrecherin (ich weiss, wer gerade im Bus sitzt und mich dafuer hasst) in einem All-you-can-eat Restaurant - das Essen war (trotzdem) richtig gut.

Gute Nacht - bin echt sehr muede

P.S.: Was das Terremoto-Rezept betrifft, es ist wirklich nur Wein und (eine sehr grosse Portion) Ananaseis - habe als ich in Santiago nochmals mit den Maedels unterwegs war, beobachtet, wie er gemacht war. Habe aber selbst keinen mehr getrunken.

P.P.S.: Weiss nicht, ob Ina heute aus dem Krankenhaus entlassen wurde oder nicht. Wuensche ihr aber auf jeden Fall alles Liebe und gute Besserung (mal auf diesem Weg und nicht immer nur per SMS).

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Freitag, 4. August 2006
Valparaiso 2
Bin immer noch hier, morgen geht's aber wieder zurueck nach Santiago, treffe mich dort noch mal mit den beiden Maedels, die ich hier kennengelernt habe und mit denen ich den gestrigen Tag verbracht habe - muss hier eine dezidierte Warnung vor einem Getraenk namens "Terremoto" (= Erdbeben) aussprechen, besteht zwar nur aus Wein und Ananaseis faehrt aber wirklich ein.

Dann geht's weiter nach Mendoza. Heute war ich in Isla Negra und habe eines der Haeuser von Pablo Neruda besichtigt - ein Haus mit einem solchen Ausblick auf den Pazifik moechte ich auch...

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Mittwoch, 2. August 2006
Valparaiso
Damit sich niemand zu sorgen braucht: mir geht's immer noch gut. Dieses mal gibt's aufgrund einer besseren Internetverbindung auch wieder ein paar Fotos, dafuer hab ich jetzt auch fast alle Indien Bilder vom Blog geloescht.

Erstmal Nachtraege aus Santiago



und Vina del Mar





Am Sonntag habe ich den bereits erwaehnten Tages-Trip nach Aconcagua gemacht und bin das erste mal mit Schneeschugen gegangen, ging ganz gut, ist nicht so schlimm anstrengend (auch wenn das zweite Maedchen, das dabei war, aufgegeben hat und zurueck zum Auto gegangen ist - Memme). Die Landschaft (schneebedeckte Anden) war echt ein Wahnsinn, habe wie verrueckt fotografiert - Carina, dir haette das auch sehr gut gefallen.

meine Schneeschuhe



Blick auf den Aconcagua





am Rueckweg See an der chilenisch/argentinischen Grenze



Um in Relation zu setzen, wie sportlich ich bin, muss ich noch erwaehnen, dass ich am Samstag nicht wie geplant nach meinem Blogeintrag schlafen gegangen bin, sondern, nachdem mich fuenf Leute gefragt haben, warum ich nicht beim Barbecue bin, mich doch habe weichkl0pfen lassen... und wie das so ist, habe ich mein selbstgesetztes Timelimit (ich muss mindestens 6 h schlafen) natuerlich nicht halten koennen. Aber wie gesagt, ging trotzdem ganz gut.

Abends war ich dann das einzige Maedel unter 7 Jungs (im Hostel herrschte ein gewisser Frauenmangel) und alle mussten auf mich warten, da die Tour laenger dauerte und ich nicht, wie geplant, um 8 sondern erst um 9 da war. Dann war ich noch, quasi als Henne im Korb, mit den Jungs fort. Da man in Chile aber eigentlich nur frei- und samstags fortgeht, wurden uns bereits um 1:00 weitere Getraenke verweigert, das Lokal haette zwar noch bis um 3 offen gehabt aber wir hatten nichts gepunkert - sowas muss man ja auch erst mal wissen. Nachdem einer der Jungs von einem wahrscheinlich schwulen Chilenen (er hat ihn die Hand gekuesst und versuchte dann auch seine Stirn zu kuessen) und ich von einem anderen, der obwohl ich kein Spanisch und er kein Englisch spricht unbedingt meine Emailadresse oder Telefonnr. haben wollte (wie stellt der sich bitte die Kommunikation vor), haben wir das Lokal doch recht schnell verlassen.

Am naechsten Tag bin ich dann nach Valparaiso (alte Hafenstadt am Meer) gefahren. Hier ist es wieder ganz anders, kleines Hostel, das von einer alten Frau und deren Kindern gefuehrt wird. Apropos von einer Frau gefuehrtes Hostel, wir erinnern und an die innenarchitektischen Auswuechse auf der Toilette des Kyoter Hostels? Nun ja, auch hier ist dieser Bereich sagen wir mal besonders liebevoll gestaltet.





Die Betreiber und alle Gaeste des Hostels sprechen nur spanisch, in dieser Stadt habe ich ueberhaupt noch nicht erlebt, das jemand englisch spricht. Naja, gut fuer mein spanisch, letzte Woche habe ich ja fast nur noch englisch gesprochen, war schon so weit, dass ich Sonntag Abend (im leicht angetrunkenen Zustand) mit einer Oesterreicherin teilweise englisch gesprochen habe - sie deutsch und ich antwortete oft englisch (war schon so drin, da ich die ganze Zeit nur englisch gesprochen und daher auch in dieser Sprache gedacht habe). Naja, und jetzt schlag ich mich halt mit dem Spanischen herum, klappt eigentlich eh einigermassen, wobei ich schon gestehen muss, dass ich, wenn mir was nicht einfaellt oder ich mir nicht sicher bin, das eine oder andere italienische Wort einbaue, wird aber immer verstanden, die beiden Sprachen sind Gott sei Dank sehr aehnlich. Ob sich mein Spanisch allerdings weiterhin verbessern wird, ist fraglich, da ich gerade eben, waehrend ich hier am Computer sitze, zwei Chileninnen kennen gelernt habe, die gut englisch sprechen - naja, und dreimal duerft ihr raten auf welcher Sprache wir uns unterhalten... Morgen, wir werden dann gemeinsam die Stadt unsicher machen, ist also wieder englisch angesagt.

Muss sagen, dass es durchaus seinen Charme gehabt hat, alleine durch eine "fremdsprachige Stadt" zu streunen. Valparaiso ist eine suesse, etwas heruntergekommene Hafenstadt (fotografiere wie verrueckt) und ist wie, offensichtlich ganz Chile, voll von Konditoreien. Hier gibt es sogar guten Cafe (nicht selbstverstaendlich in Suedamerika), und ich kehre, auch wegen der leckeren Torten, gerne mal ein, diese sind zwar sehr gut, doch die Portionen sind so grosszuegig (Erinnerungen an die Cheescake Factory in Kalifornien werden wach), dass ich noch kein Stueck aufgegessen habe, und auch fuer den Rest des Tages "bedient" bin. Apropos in einem Cafe sitzen, was mache ich dort, natuerlich Sudoko loesen, ebenso wie Ina wurde auch ich von Caro vom Sudoko Virus infiziert.











Muss sagen, dass es eigentlich sehr nett ist, alleine unterwegs zu sein, einerseits ist es schoen, eine Stadt ganz auf eigene Faust zu erkunden und andererseits, kann man, wenn man genug davon hat, viele nette Leute kennenlernen. Bisher war es weder ein Problem sich etwas zurueckzuziehen noch "Anschluss zu finden". Wer weiss, wenn es sich wieder mal ergibt, kann schon sein, dass ich noch mal alleine los ziehe. Es muss sich also, niemand Sorgen machen, dass ich vereinsame oder sonstige soziale Defizite erleide.

Uebermorgen werde ich wahrscheinlich einen Tagesausflug nach Isla Negra (eine Stadt und keine Insel) machen.

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